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"Unglückliche Wirkung" - Politik zur Kritik am Robert-Meyer-Brunnen





CELLE. Zum Artikel "Ausgerechnet Sprühnebel" für Auschwitz-Opfer - Robert-Meyer-Gedenkstein weiter in der Kritik" erreichen uns folgende Stellungnahmen aus der Politik. Wir geben diese unzensiert und unkommentiert wieder.



"Gedenktext unbedingt entfernen - Sprühfunktion dauerhaft reduzieren"

Christoph Engelen, SPD, Ortsbürgermeister: "Aufgrund der Beschwerden aus der ansässigen Kaufleute, der Bürger*innen und dem Einwand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. betrachte ich die gesamte Situation als sehr bedauerlich. Leider wurde der Ortsrat zum wiederholten Male durch die Verwaltung im Vorfeld nicht eingebunden.

Zukünftig würde sich der Ortsrat wünschen mehr durch die Verwaltung eingebunden zu werden. Die Mitglieder des Ortsrates sind erste Ansprechpartner*innen für die Bürger*innen und die Geschäftsleute in der Innenstadt, so könnten Fehlplanungen in Zukunft vielleicht im Vorfeld thematisiert werden bevor Fakten - wie jetzt geschehen - geschaffen werden.


Der jetzt aufgestellte Brunnen muss dringend überarbeitet werden.


1. Der eingravierte Gedenktext sollte unbedingt vom Brunnen entfernt werden. Die Optik und die Funktion des Brunnen passen mit dem Gedenken an Robert Meyer nicht zusammen. Zumal an den Straßenschildern die Person Meyer bereits beschrieben wird.


2. Die Sprühfunktion muss dauerhaft reduziert werden. Die Größe des Gesamtplatzes lässt es nicht zu, dass der Sprühnebel in dieser Stärke versprüht wird.


"Was ist eigentlich mit der Pusteblume, die ja ein Kunstwerk war, geschehen?"

Johanna Thomsen, "Gruppe für Nachhaltigkeit und Vielfalt"


Ein so sensibles Thema wie das Gedenken an Robert Meyer ist nichts, was in einer Amtsstube allein entschieden werden sollte. Die Stadt Celle hat mit Institutionen wie der vor Ort ansässigen Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten oder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, aber auch mit dem Kulturausschuss und letztendlich den gewählten Vertreter*innen der Stadtgesellschaft Menschen, die sich mit diesem bedeutsamen Themenkomplex kompetent auseinandersetzen. Hier wäre Fingerspitzengefühl vonnöten gewesen, statt Erinnerungsarbeit zum Geschäft der laufenden Verwaltung zu erklären. In der Eröffnungsrede des Platzes wurde zu Robert Meyer und dem Gedenken an ihn übrigens kein Wort verloren.


Hier wurde ein Wassertisch installiert, der offensichtlich viele Planungsfehler enthält und der mit dem Dimmen oder mit der Reduktion der Düsen seiner eigentlichen Funktion beraubt wird. Was soll eine Inschrift, die bei nasser Oberfläche (und das sollte sie ja in der Regel sein) nicht zu lesen ist? Besucher*innen fühlen sich - außer an hochsommerlichen Tagen - vom künstlichen Regenschauer gestört, Händler am Platz müssen ihre Ware vor Durchnässung schützen. Fazit: dieser Wassertisch, der schon jetzt meist ohne Wasserspiele auskommen muss, ist ein Ärgernis in vielerlei Hinsicht.

Wenn der Tisch an der Stelle bleiben muss, sollte das Wasser kontrolliert fließen. Der Tisch sollte gestalterisch angepasst und die Inschrift notfalls entfernt werden - vor allem sollte in angemessener Form an Robert Meyer vor Ort erinnert werden. Ob eine Stele mit QR-Code diesem Anspruch gerecht wird, bleibt zu klären.


Im übrigen stellt sich auch die Frage, was eigentlich mit der Pusteblume, die ja ein Kunstwerk war, geschehen ist.


"Unglückliche Planung, unglückliche Ausführung, unglückliche Wirkung."

Patrick Brammer, SPD-Fraktionsvorsitzender:

Unglückliche Planung, unglückliche Ausführung, unglückliche Wirkung. Grundsätzlich sollte man immer vor Ort relevante Gruppen mit einbeziehen und Expertenmeinungen einholen. Dieses ist hier augenscheinlich weder im technischen Bereich, noch in Sachen Erinnerungskultur, im dafür notwendigem Umfang geschehen. Das wird der ganzen Sache nicht gerecht.



"Sprühnebel ein kleiner Beitrag für ein besseres Kleinklima"

Joachim Falkenhagen, FDP-Fraktionsvorsitzender: "Grundsätzlich sind wir der Auffassung, dass für derartige Maßnahmen Abstimmungsbedarf besteht. Der Stein befasst sich auf sehr wuchtige Weise mit dem weiteren Gedenken an Robert-Meyer und schließt damit unverkennbar die Schicksale seiner Zeitgenossen ein.


Im Übrigen ist der Sprühnebel ein kleiner Beitrag für ein besseres Kleinklima in dem Bereich. Dass die Sprühstärke noch eingestellt werden muss, versteht sich von selbst. Die aufkommende Intensität der Diskussion entspricht aber aus unserer Sicht nicht dem vermeintlichen Problem“.




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