"Smart and simple": Wathlingen und Flotwedel bringen Vorsorgekiste raus
- Sheenara Wiebke
- vor 7 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

WATHLINGEN. Reis, Wasser, Haferflocken: Lebensmittelvorräte für den Notfall sind sinnvoll – das sagt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel setzen diese Empfehlung nun in die Praxis um: Gemeinsam haben sie eine Vorsorgekiste entwickelt. "Es ist sinnvoller für 30.000 Menschen zu planen als für eine Gemeinde", erklärt Claudia Sommer, Bürgermeisterin der Samtgemeinde Wathlingen.
"Füreinander Sorge tragen, das ist uns wichtig."
Simone Welzien hat die Box maßgeblich mitgestaltet. „Füreinander Sorge tragen, das ist uns wichtig“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin und Leiterin des Familienzentrums KESS. Außerdem an der Box beteiligt waren die SoVD-Ortsverbände der beiden Samtgemeinden, die Tafel sowie mehrere Lebensmittelhändler aus der Region.

Vorsorgekiste reicht für eine Woche
In der Box befinden sich Lebensmittel, von denen sich eine erwachsene Person für eine Woche ernähren kann. Die Haltbarkeit steht dabei im Fokus. Das bedeutet: Konserven statt frischem Gemüse, Knäckebrot statt Toast und Milchpulver statt frischer Milch.
"Keep it smart and simple."
Für Vegetarier, Veganer oder Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten ist die Box nicht geeignet. "Keep it smart and simple", nennt es Simone Welzien. Die Vorsorgekiste richtet sich an die Bedürfnisse der Mehrheit, könne aber nach Belieben ergänzt werden.
Außerdem zu ergänzen: Kerzen, ein Kurbelradio, Gaskocher, ausreichend Wasser und gegebenenfalls Tiernahrung, wie Claudia Sommer aufzählt.
Box für 50 Euro erhältlich
Die Vorsorgekiste ist ab sofort bei Edeka Müller in Nienhagen, Langlingen sowie bei Edeka Ankermann in Eicklingen erhältlich. Der Preis richtet sich nach dem Warenwert und kann variieren. Edeka-Leiter Jan Müller spricht von ungefähr 50 Euro.
Für Bürgerinnen und Bürger ab 75 Jahren bietet das Familienzentrum KESS einen besonderen Service an: Ehrenamtliche erinnern die Senioren, wenn ihre Vorsorgebox das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht hat. Die Lebensmittel können dann von ihnen abgeholt und an die Tafel gespendet werden.













