Trinkwasserversorgung sichern- Natur schützen- Fakten auf den Tisch

CELLE/HANNOVER. Der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Wille hat eine umfassende Kleine Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung zur Entwicklung des Grundwasserhaushalts im Fuhrberger Feld eingebracht. Anlass sind Berichte über sinkende Grundwasserstände, zunehmende Nutzungskonflikte und Schäden an Waldbeständen in einem der wichtigsten Trinkwassergewinnungsgebiete Niedersachsens.
„Das Fuhrberger Feld ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung unserer Region. Gleichzeitig häufen sich die Berichte über sinkende Grundwasserstände, Trockenstress in den Wäldern und Nutzungskonflikte zwischen Wasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutz. Deshalb brauchen wir eine sachliche und belastbare Datengrundlage, um die tatsächliche Entwicklung bewerten zu können“, erklärt Alexander Wille.
Mit seiner Anfrage fordert Wille von der Landesregierung unter anderem eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der Grundwasserstände und der Grundwasserneubildung seit 2010. Darüber hinaus soll geklärt werden, in welchem Umfang die Wasserförderung in den vergangenen Jahren zur Belastung des Grundwasserkörpers beigetragen haben könnte und welche Erkenntnisse zu den beobachteten Schäden an Eichen- und anderen Waldbeständen vorliegen.
„Es geht mir ausdrücklich nicht darum, vorschnelle Schuldzuweisungen vorzunehmen. Die öffentliche Trinkwasserversorgung hat eine herausragende Bedeutung. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen langfristig erhalten bleiben. Dafür benötigen wir Transparenz und eine ehrliche Bewertung aller Einflussfaktoren“, so Wille. „Nur wenn wir die tatsächlichen Ursachen kennen, können wir die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage betrifft das laufende wasserrechtliche Verfahren für die zukünftige Grundwasserentnahme im Fuhrberger Feld. Darüber hinaus thematisiert Wille mögliche Maßnahmen zur Stabilisierung des regionalen Wasserhaushalts. Hierzu gehören Fragen zur Einführung einer sogenannten vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen sowie zur Perspektive, weitergehend gereinigtes Wasser stärker im regionalen Wasserkreislauf zu halten. Insbesondere die damit verbundenen Herausforderungen für die kommunalen Abwasserbetriebe werden in der Anfrage aufgegriffen.
Die Antworten der Landesregierung sollen dazu beitragen, die Diskussion zu versachlichen und eine belastbare Grundlage für zukünftige Entscheidungen zum Wasserhaushalt im Fuhrberger Feld zu schaffen. „Wasser ist unsere wichtigste Ressource. Der Schutz des Grundwassers und die Sicherung einer verlässlichen Trinkwasserversorgung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides muss gemeinsam gelingen“, so Wille abschließend.
Text: Pressebüro














