„To My Sisters“: Bewegender Filmabend in Celle
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CELLE. Am gestrigen Dienstag, dem 18. August, fand im Kino 8 ½ in Celle die Filmvorführung von „To My Sisters“ von Faek Falak statt. Der eindrucksvolle Film über den mutigen Kampf kurdischer Frauen für eine Gesellschaft frei von patriarchaler Gewalt und Unterdrückung wird seit der gefeierten Premiere am 23.07.2026 in Hannover täglich in vielen deutschen Städten gezeigt.
In Celle konnte der Film dank einer Kooperation der feministischen Organisierung Gemeinsam Kämpfen, Women Defend Rojava und Defend Kurdistan mit dem Kino 8 ½ gezeigt werden. Den Veranstalter:innen war es besonders wichtig, den Film auch in Celle zu zeigen, weil in der Stadt und Umgebung viele, besonders auch êzîdische Menschen leben, die selbst vor dem sogenannten IS geflohen sind.
Im gut gefüllten Saal des Kino 8 ½ verfolgten die Besucher:innen gespannt, stellenweise auch angespannt der Dokumentation dreier Frauen, die in unterschiedlicher Weise von dem Krieg in der Region Syrien und Irak geprägt sind. Zum einen zeigt der Film die Perspektive einer Kämpferin bei den Frauenverteidigungseinheiten YPJ, die durch ihren Einsatz vordergründig andere Frauen schützen möchte, zum anderen die traumatischen Erfahrungen einer Êzîdin aus Kojo im nordirakischen Șengal, die 7 Jahre in Gefangenschaft des IS verbrachte, sowie schließlich auch die Hintergründe einer deutschen IS-Anhängerin, die darauf hofft, mit ihren Kindern wieder zurück nach Deutschland kommen zu können.
„Gleichermaßen erschreckt und beeindruckt war ich über die Heftigkeit der Geschehnisse im Șengal – und dass trotz dieser grausamen Realität die Menschen noch Hoffnung entwickeln können.“ sagte eine Zuschauerin nach dem Film. Eine andere Zuschauerin betonte das Wechselspiel zwischen Gewalt und dem Tod vor Augen – aber andererseits der eindrucksvollen Gemeinschaft unter den kurdischen Menschen. In den Abschnitten mit der YPJ ist der Film geprägt von Gemeinschaft, Musik und tiefem Vertrauen.
Eine der Organisator:innen hob hervor: „Auch nach 12 Jahren ist der Genozid im Șengal noch immer präsent. Seit 2014 werden noch immer bis zu 3000 junger êzîdischer Frauen vermisst. Die Bedrohung ist nicht vorbei. Erst im Januar 2026 brachen zwischen den Regierungstruppen der neuen HTS-Regierung und den kurdischen Kräften der SDF Kämpfe aus. Dabei sollen tausende ehemalige IS-Kämpfer freigekommen sein. Die Region ist nach wie vor durch die Ideologie des IS geprägt. Das macht die Situation insgesamt sehr schwierig. Und trotzdem haben sich besonders die Frauen dort eine Perspektive und ihre eigenen Strukturen geschaffen. Darauf beziehen wir uns. Wir wollen davon lernen und hier davon erzählen. Auch deshalb haben wir diesen Film gezeigt.“
TEXT: Feministische Organisierung, Ortsgruppe Celle














