Thementag: Einblicke in Geschichte, Arbeit und Forschung des Bomann-Museums
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- 26. Aug.
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CELLE. Am Samstag, dem 5. September veranstaltet das Bomann-Museum einen Thementag anlässlich des 100. Todestages von Wilhelm Bomann.
Vorträge, Führungen, Werkstattbesuche und weitere Aktionen führen interessierte Besucher und Besucherinnen in Leben und Wirken Bomanns sowie die Arbeit des Museums ein. Beginn des Programms ist um 11.30 Uhr. Der Eintritt in die Celler Museen ist an diesem Tag frei.
Am 5. September 1926 verstarb Wilhelm Bomann. Bomann war Fabrikant und ist bis heute Ehrenbürger der Stadt Celle und Namensgeber des Bomann-Museums. Über 25 Jahre prägte er die Museumsarbeit als erster Vorsitzender des Museumsvereins, war maßgeblich am Sammlungskonzept und Bau des heutigen Museumsgebäudes beteiligt. Die Celler Museen von heute sind ohne Wilhelm Bomann nicht denkbar. Daher veranstaltet das Bomann-Museum anlässlich seines 100. Todestages einen Thementag, bei dem es nicht nur um sein Leben und Wirken, sondern auch um die Geschichte, die Arbeit und die Forschung in den Celler Museen gehen soll. Wer war Wilhelm Bomann? Wie funktioniert ein Museum? Und welche Zukunftsvision gibt es für die Celler Museen?
Am Thementag wartet ein volles Programm aus Vorträgen, Führungen, Werkstattbesuchen und Expertengesprächen auf interessierte Besucherinnen und Besucher. So beleuchten fünf Vorträge verschiedene Aspekte der Museumsgeschichte und -arbeit. Wolfgang Ewig und Andreas Flick beschäftigen sich in ihren Vorträgen mit zentralen Teilen des Museumsgebäudes. Während Ewig die bekannten Wappenfenster ins Auge fasst und sich mit der Geschichte und Bedeutung der Familien beschäftigt, die sich hinter den Wappen verbergen, beleuchtet Flick die Hintergründe niederländischen Bibelfliesen in der „Handorfer Stube“, die selbst seit den Zeit Wilhelm Bomanns im Museum zu sehen ist. Die Kuratorinnen Juliane Schmieglitz-Otten und Dietrun Otten werfen in ihren Vorträgen einen Blick hinter die Kulissen einzelner Ausstellungsbereiche. Zum einen wird die Entwicklung der landesgeschichtlichen Abteilung betrachtet und die konzeptionellen Grundlagen des Residenzmuseums skizziert. Zum anderen werden vor dem Hintergrund des Immerseums der Schlotter-Stiftung verschiedene Formen virtueller Realität und Immersion erläutert und hinterfragt, die zu Zeit in Museen angeboten werden. Und schließlich stellt Dr. Christopher Galler Grundlage, Ablauf und Ergebnisse der Provenienzforschung in den Celler Sammlungen vor.
Daneben eröffnen verschiedene Führungen über den ganzen Tag verteilt Geheimnisse einzelner Museumsobjekte, verschlossener Türen und oft unsichtbarer Alltagshelden des Museums. So können
Besucherinnen und Besucher an ausgewählten Stationen im Museum mehr über Leben und Wirken Wilhelm Bomanns erfahren. Sie können sich aber auch Ausstellungsobjekte wissenschaftlich entschlüsseln oder erklären lassen, wie die neue Dauerausstellung „Herrschaft und Landschaft“ das Konzept des Residenzmuseums weiterentwickelt. Spannend wird es auch, wenn sich die Möglichkeit ergibt, während einer Führung mit Museumsdirektor Stefan Daberkow das sonst nicht öffentlich zugängliche Museumsdepot mit seiner Sammlung, den Werkstätten und Arbeitsabläufen zu erkunden. Und während der Führung „Hidden Doors and Heros“ kommen Besucherinnen und Besucher mit Mitarbeitern des Museums in Kontakt, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. Sie können erklären, wie die Technik des Museums funktioniert, was mit einem neuen Sammlungsobjekt geschieht oder wie viele Bücher sich in der Bibliothek des Museums befinden.
An mehreren Stationen im Museum können Besucherinnen und Besucher Mitarbeitern des Museums über die Schulter schauen, mit ihnen ins Gespräch kommen und erfahren, welche alltäglichen Arbeiten im Museum anfallen. So können sie die Restaurierungswerkstätten im Depot besuchen und sich die Abläufe sowie aktuelle Projekte erklären lassen. Im Bomann-Museum bekommen sie erläutert, wie eine Sonderausstellung entsteht und können dabei mehr über die Planung und Vorbereitung für die zukünftige Sonderausstellung „Be(e) cool“ erfahren. In der Museumspädagogischen Werkstatt dürfen kleine Teile von Museumsworkshops ausprobiert werden. Beim Schreibparcours, Buchbinden oder Ausprobieren alter Kommunikationstechnik werden Prinzipien der Bildung und Vermittlung im Museum verständlich. Und im Foyer des Museums präsentiert sich der Museumsverein Celle e.V. mit seinen vielseitigen Tätigkeiten und seiner Geschichte.
Zum Abschluss ergibt sich für alle interessierten Besucherinnen und Besucher noch die Möglichkeit, im kleinen Kreis bei einer Tasse Kaffee Museumsdirektor Stefan Daberkow alle Fragen zu stellen, die sie schon immer mal zu den Celler Museen stellen wollten, und einen Ausblick auf die Zukunft der Celler Museen zu erhalten.
Wer bei so viel Aktion Hunger und Durst bekommt, wird vom Museumsverein Celle e.V. versorgt. Auf Besucherinnen und Besucher wartet eine kleine, aber feine Auswahl an Buchweizenwaffeln, Kaffee und hausgemachten Limonaden, wie zu Bomanns Zeiten.
Termin: 5. September. von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Einige Aktionen finden nur zu bestimmten Zeitpunkten am Tag statt und können hinsichtlich der Teilnehmerzahl begrenzt sein. Weitere Infos entnehmen sie dem detaillierten Programm auf der Homepage des Bomann-Museum.
Ort: Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle und Residenzmuseum im Celler Schloss, Schlossplatz 1, 29221 Celle
Eintritt und Aktionen sind an diesem Tag kostenfrei
Text: Bomann-Museum Celle














