Tag der Veränderungen und Erinnerungen zum Anfassen im Museum
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CELLE. Am Samstag, dem 28. Februar findet im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon und im Bomann-Museum der erste „Celle Tag“ 2026 statt. Er führt Besucherinnen und Besucher auf die Spuren von Veränderungen und Wandel in der Zeit: „Was war, was ist, was wird sein?“ Dabei wird sich zeigen, dass nichts bleibt und bleiben muss wie es war! Neben freiem Eintritt für alle warten an diesem Tag zwischen 11.00 Uhr und 17.00 Uhr überall in den Museen spannende Ausstellungen, Aktionen, Führungen und Vorführungen darauf entdeckt zu werden.
Unsere Welt steht nie still. Was heute noch angesagt und notwendig ist, ist morgen schon überflüssig und langweilig. Neue Mode, neue Technik, neue Werte, neue Probleme… nichts bleibt, wie es war. Niemand kann diesen ständigen Wandel besser zeigen, als das Bomann-Museum. Und so stellt es an diesem Tag immer wieder den Vergleich an: Wie war es damals, wie ist es heute?
Wie überlebte man in der Steinzeit Outdoor und wie schaffen wir das heute auf dem Campingplatz? Dieser Fragen wird im Innenhof des Museums nachgegangen. Dort können ein steinzeitliches und ein modernes Zeltlager erkundet und verglichen werden. Wer mag stellt noch ein steinzeitliches Armband aus Naturmaterialien her sowie ein modernes Armband aus kleinen Charmes.
Klang Hausmusik in einem alten Bauernhaus anders als in unseren heutigen Stuben? Und wie lernte man in der Schule vor 100 Jahren im Vergleich zu heute? Die Unterschiede dürfen im historischen Bauernhaus experimentell erforscht werden. Im aufgebauten alten Klassenzimmer kann mit Tinte und Feder, Tafel und Kreide oder Wachs und Griffel geschrieben werden. Wer sich traut, rechnet kleine Matheaufgaben nicht nur mit dem Taschenrechner, sondern prüft die Ergebnisse auch noch am Abakus. Und in der guten Stube des historischen Bauernhauses – der Dönz – warten historische und moderne Musikinstrumente wie Hummel oder Keyboard darauf, zum Klingen gebracht zu werden. Vielleicht lassen sich vergangener und gegenwärtiger Klang in Harmonie bringen.
Wie sehen Selfies mit Öl und Pinsel aus und wie mit Handy und Selfiestick? Wie funktionierten die ersten Telefone und wie ein Handy? Kaum etwas hat die Welt so umfangreich verändert, wie die Erfindung des Smartphones. In Remise und museumspädagogischer Werkstatt können Besucherinnen und Besucher noch einmal erleben, wie die Welt vor dem Smartphone funktioniert hat. Ein Mixtape mit Kassettenradio soll erstellt und ein Foto mit Polaroid geschossen werden. Außerdem muss ein Reiseplan ganz ohne Navi, nur mit Reiseplaner und Autoatlas erstellt werden. Ohne eine Sehenswürdigkeit auszulassen. Neben weiteren Aufgaben wartet noch der Bau einer Dosentelefons. Und schließlich können Besucherinnen und Besucher versuchen, eigene Selfies als Portrait nachzuzeichnen und alte Portraits als Selfies nachzustellen.
Wie sahen Städte im Mittelalter aus und wie in der Gegenwart? Auch wenn wir hier und da noch mittelalterliche Überreste finden, funktionieren moderne Städte doch ganz anders. Am Celle Tag lässt sich diese Veränderung an Karten der Stadt Celle nachverfolgen. Außerdem können Gebäude und Städte aus LEGO und Bauklötzen errichtet und der Bau einer Fachwerkbank ausprobiert werden.
Und wie veränderte überhaupt elektrischer Strom das Leben der Menschen in diesen Städten? Darüber klärt eine Familienführung durch die Sonderausstellung „Achtung Hochspannung – Experimente und Entdeckungen vom Blitz zum E-Motor“ auf. Während der interaktiven Führung wird ein Blick auf die wichtigsten Experimente und Entdeckungen rund um das Thema Strom geworfen. Dabei können Besucherinnen und Besucher kleine Experimente durchführen wie Funken ziehen, Blitze erzeugen und lenken, Morsen oder Strom schütteln.
Außerdem bietet sich den großen Besucherinnen und Besuchern die Chance, die Sonderausstellung „Und weg war’s – Verschwundenen Dingen auf der Spur“ mit der Kuratorin der Ausstellung zu entdecken. Die Ausstellung spürt Gegenständen, Berufen, Redewendungen und Verhaltensweisen nach, die früher unseren Alltag bestimmten und als unverzichtbar galten. Manche Dinge wecken nostalgische Erinnerungen, andere muten wie Kuriositäten aus längst vergessenen Zeiten an.
Das Kunstmuseum nimmt Witterung auf und richtet den Blick auf ein Phänomen, das sich ununterbrochen verwandelt: Das Wetter! Jeden Tag bringt das Wetter neue Überraschungen. Es verändert nicht nur die Welt, sondern auch uns und unsere Launen. Im Kunstmuseum werden wir zu erfinderischen Klimaforschern und machen das Wetter einfach mal selber. In der Wetterwerkstatt fangen wir Regen, Sturm, Schnee, Donner oder Sonnenstrahlen ein und bauen mit vielen Materialien eine kunterbunte Klimakiste. Wetterfrösche, die gerne in Bewegung bleiben, machen sich bei einer Kinder-Rallye auf die Suche nach Wind und Wetter in den Lichtkunstwerken - denn auch in der Kunst ist nicht alles was leuchtet Sonnenschein.
Wer bei so viel Aktion Hunger und Durst bekommt, kann sich in der Garderobe des Bomann-Museums eine kleine Auszeit nehmen, kräftig durchatmen und gegen Spende mit leckeren Waffeln und einem wärmenden Getränk versorgen.
Termin: 28.02. von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
(Einige Aktionen finden nur zu bestimmten Zeitpunkten am Tag statt.)
Ort: Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon und Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle
Eintritt und Aktionen sind an diesem Tag kostenfrei
Text: Museum













