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Stress in der Langnerstraße hält an: Anwohner von Umleitungsverkehr genervt

Collage aus zwei Bildern, einmal ein grüner Lkw, dann ein pinker Bus in einer schmalen Straße.
Dicke Lkws und sogar der Schienenersatzverkehr zwängen sich weiter durch die enge Langnerstraße. (Fotos: privat, Montage: CelleHeute)

CELLE. Die Bauarbeiten auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring sorgen weiterhin für Verkehrsbelästigungen bei den Menschen in den umliegenden Wohngebieten. Wohnstraßen und 30er-Zonen wie die Kortenumstraße und die Langnerstraße werden von ungeduldigen Autofahrenden offenbar immer noch als Umleitungsstrecken genutzt. Genervte Anwohnerinnen und Anwohner berichten uns sogar von großen Lkws und Gelenkbussen, die sich durch die engen Straßen zwängen.


Gelenkbus auf Irrwegen, Lkws beschädigen Zäune


„Seit Monaten, seitdem die Tangente halbseitig zu ist, sind die Verkehrszustände bei uns in der Langnerstraße und Kortenumstrasse in Celle katastrophal“, so die Schilderung eines Anwohners gegenüber CelleHeute. Er berichtet von fehlgeleiteten Autos, zu hoher Geschwindigkeit in der 30er-Zone und Lkws, die wiederholt gegen Zäune fahren sowie Bordsteine und Fußwege beschädigen. Letztens habe er sogar einen Gelenkbus des Schienenersatzverkehrs in der engen Straße beobachtet und fotografiert. Sein Wunsch sind Lkw-Verbotsschilder oder Fahrbahnschwellen, um die Geschwindigkeit zu drosseln. „Das sind alles schnell umsetzbare Lösungen“, findet er.


Für Stadt sind Schwellen keine Lösung


In den vergangenen Monaten haben uns immer wieder Beschwerden über den Umleitungsverkehr in der Langnerstraße erreicht. Der Stadtverwaltung ist das Problem bekannt. Nach einer Begehung vor Ort sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass Fahrbahnschwellen nicht die geeignete Lösung seien. „Schwellen stellen ein Hindernis dar, vor welchem abgebremst und danach wieder angefahren wird. Dies führt zu zusätzlichem Lärm in einem Wohnquartier, der auf alle Anwohnenden einwirkt. Der Umfahrungsverkehr wird dadurch nicht vermieden“, hieß es dazu aus dem Neuen Rathaus.


Wilhelm-Heinichen-Ring soll im November fertig sein


Ganz untätig möchte die Stadt aber nicht bleiben. Neben neuen 30-kmh-Markierungen auf der Fahrbahn sollen die Parkplätze an den Seiten mit sogenannten Schraffen, also auffälligen Schildern und Markierungen begrenzt werden, „um die Fahrbahn optisch einzuengen und auch bei fehlendem Parken das langsame Fahren zu unterstützen“, so die Stadt. Nach heutigem Stand sollen die Arbeiten auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring noch bis Anfang November dauern. „Mit Umfahrungsverkehr wird bis dahin leider weiterhin zu rechnen sein.“  

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