"Strategie für Gesundheitsversorgung in Krisen notwendig"
- Klaus M. Frieling
- 9. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

CELLE. Auch auf Krisensituationen wie jüngst den vier Tage andauernden Stromausfall in Berlin sieht sich das Allgemeine Krankenhaus (AKH) Celle grundsätzlich gut vorbereitet. Das betont AKH-Sprecher Tobias Mull auf Anfrage von CelleHeute. „Wir verfügen – wie Krankenhäuser in Deutschland allgemein – über eine leistungsfähige Notstromversorgung, die bei einem Ausfall der regulären Stromversorgung automatisch anspringt. Damit ist sichergestellt, dass sicherheitsrelevante Bereiche wie Intensivstationen, Operationssäle, Notaufnahmen sowie wichtige medizinische Geräte und IT-Systeme weiter betrieben werden können.“
Die Ereignisse in Berlin würden selbstverständlich auch in Celle aufmerksam verfolgt, sagt AKH-Sprecher Mull. „Solche Vorfälle bestätigen die Bedeutung regelmäßiger Überprüfungen, Wartungen und Übungen. Entsprechende Konzepte zur Notfall- und Krisenvorsorge sind im AKH Celle etabliert und werden fortlaufend überprüft und bei Bedarf angepasst.“
„Resilienz entsteht erst im Zusammenspiel“
Dabei stehe das AKH auch im Austausch mit den zuständigen Behörden und externen Partnern, betont Mull. Auf deren Bedeutung hatte der Vorstandsvorsitzende der Charité Berlin, Heyo K. Kroemer, als Konsequenz aus dem Stromausfall in Berlin hingewiesen. Eine "Gesamtstrategie" für die Gesundheitsversorgung in Krisenzeiten sei notwendig, denn auch ein großes einzelnes Krankenhaus könne Krisen nicht allein bewältigen, sagte Kroemer im ZDF. „Resilienz entsteht erst im Zusammenspiel.“ Entscheidend sei die Vernetzung mit anderen Krankenhäusern, Rettungsdiensten, Behörden und Versorgern in der Umgebung.
In den vergangenen Jahren habe das AKH Celle vereinzelt kurzfristige Stromunterbrechungen verzeichnet, erklärt Mull - etwa durch externe Netzstörungen. In diesen Fällen habe die Notstromversorgung wie vorgesehen zuverlässig funktioniert, sodass es zu keinen Einschränkungen in der medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten gekommen sei.













