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Startschuss für "Lese-Experten 2024" im Landkreis Celle gefallen


Foto: Petra Moderow, Leiterin der Stadtbibliothek (Fotocredit: Sabine Richter):

CELLE. Sie wohnen auf dem Dorf oder in der Stadt – Schülerinnen und Schüler, die in den letzten Tagen eingeladen worden sind, Lese-Expertin oder Lese-Experte zu werden. Sie alle haben gemeinsam, dass sie in diesem Schuljahr eine fünfte oder sechste Klasse einer weiterführenden Schule in der Stadt oder im Landkreis Celle besuchen.


Die Einladung, an den Lese-Experten 2024 teilzunehmen haben die Kinder deshalb über ihre Schule erhalten. Alle weiterführenden Schulen, ganz gleich ob Oberschule, Gymnasium, IGS oder Förderschule, wurden angeschrieben sich am Projekt zu beteiligen und die wesentlichen Ziele der Bibliotheksgesellschaft Celle mit zu unterstützen. Dabei handelt es sich um die Leseförderung insbesondere für Kinder und Jugendliche und die Unterstützung der öffentlichen Bibliotheken im gesamten Landkreis.


Am Mittwoch, den 20. September 2023, fand der offizielle Auftakt im Direktorenwohnhaus in der Magnusstraße in Celle statt. Den Weltkindertag als Tag des offiziellen Auftakts der Lese-Experten 2024 hatte die Bibliotheksgesellschaft nicht zufällig gewählt, wie Rainer Petzold, 1. Vorsitzender der Bibliotheksgesellschaft, am Anfang seiner Begrüßung erklärte.

Er schlug in seiner Rede einen weiten Bogen und nahm die Zuhörenden mit auf einen Exkurs zur Lesekompetenz in Deutschlands Kinderzimmern.


Beginnend mit der neuesten IGLU-Studie und der Belastung der Schulen durch die Corona-Pandemie wies er auf den Verlust von Lesekompetenz bei Kindern hin. Er zeigte mögliche Auswirkungen einer mangelhaften Lesekompetenz der zukünftigen Erwachsenen auf deren Informationsbeschaffung, Meinungsfreiheit und Demokratieverständnis auf. Und er ging auf aktuelle politische Entwicklungen ein. Neben der materiellen Absicherung durch eine Kindergrundsicherung, die die Politik derzeit forciere, wünscht er sich ein ebensolches Engagement für eine „geistige Grundsicherung“. „Das Lesen von Büchern ist - trotz aller sogenannten sozialen Medien und des Internets - nach wie vor eine hervorragende Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern geistige Inhalte nahezubringen“, so Petzold.


Für das alle zwei Jahre stattfindende Leseförderungsprojekt der Bibliotheksgesellschaft Celle schließen sich lokale Sponsoren, weiterführende Schulen und öffentliche Bibliotheken aus Stadt und Landkreis zusammen.


Als Gastgeberin im Direktorenwohnhaus ging die Leiterin der Stadtbibliothek, Petra Moderow, in ihrem Grußwort auch auf ihre Erfahrungen mit den Lese-Experten ein: „Die Lese-Experten sind aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen“, sagte sie und folgerte: „Mit dem jetzt startenden neunten Durchgang sind die Lese-Experten volljährig.“ Besonders erfreut zeigte sie sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bibliotheken landkreisweit über die Jahre immer intensiver geworden ist. Und durch ihre langjährige Teilnahme als Leiterin der Stadtbibliothek ist ihr auch der Wandel des Projekts Lese-Experten an sich aufgefallen. Mittlerweile zum dritten Mal verzahne sich das analoge Lesen von Büchern mit der Beantwortung von Quizfragen zum Buch im Internet und leiste so einen Beitrag zur Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler, resümierte sie.

Foto: Die Begrüßung durch Rainer Petzold (Fotocredit: Sabine Richter).

Die zahlreich erschienenen Bibliotheken bekamen an diesem symbolträchtigen Weltkindertag ihre Buchpakete mit zweiundzwanzig Experten-Büchern überreicht, einem Geschenk der Bibliotheksgesellschaft zum Projektauftakt.

Der Arbeitskreis hatte im Vorfeld umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Eine besondere Herausforderung war dabei die Aufgabe, für das Projekt geeignete Jugendbücher zu finden. Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erscheinen in Deutschland durchschnittlich mehr als 8000 neue Kinder- und Jugendbücher pro Jahr; ein riesiger, kaum übersehbarer Markt. Der Arbeitskreis ist sich allerdings sehr sicher: es besteht ein massiver Bedarf für Projekte wie die Leseexperten.

Jetzt hängt der Erfolg dieses Projekts im Wesentlichen von einer guten Zusammenarbeit mit den öffentlichen Bibliotheken, den Schulen und den Eltern der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ab.


Landkreisweit sind 3500 Schülerinnen und Schüler aufgerufen, ab dem 04. Oktober mindestens drei Bücher zu lesen und die dazugehörigen Quiz zu bearbeiten, um sich Lese-Expertin oder Lese-Experte nennen zu dürfen. Zeit dafür haben die Kinder bis zum 24. April 2024.

Der offizielle Startschuss ist gefallen, die Bibliotheken in Stadt und Landkreis freuen sich auf viele Anmeldungen.


Das Schlusswort gebührt Petra Moderow, die ihre kurze Einführung in das Projekt Lese-Experten mit dessen Motto schloss: „Schock deine Eltern: Lies ein Buch!“


Text: Sabine Richter

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