SPD-Initiative für winterfesten Busverkehr: Landkreis prüft Umsetzung
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CELLE. Aus den Erfahrungen des letzten Winters lernen: die SPD-Fraktion im Kreistag des Landkreises Celle setzt sich dafür ein, dass der öffentliche Personennahverkehr auch bei extremen Wetterlagen verlässlich nutzbar bleibt. In einem Gespräch mit dem zuständigen Dezernenten der Kreisverwaltung fordert die SPD die Konzeption eines „ÖPNV-Kernnetzes für extreme Wetterlagen“, um einen sicheren und reduzierten Busbetrieb auf den wichtigsten Verkehrsachsen sicherzustellen.
„Gerade in Ausnahmesituationen wie im vergangenen Winter zeigt sich, wie wichtig ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr für soziale Teilhabe und Sicherheit ist“, betont Yannis Naumann, verkehrspolitischer Sprecher des SPD-Unterbezirks Celle. Die Erfahrungen der vergangenen Winter hätten deutlich gemacht, dass eine vollständige Einstellung des Busverkehrs über mehrere Tage insbesondere Berufstätige ohne eigenes Auto sowie mobilitätseingeschränkte Menschen hart trifft.
„Wir freuen uns, dass die Kreisverwaltung gemeinsam mit der CeBus sowie in Abstimmung mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Kreisstraßenmeisterei und den kommunalen Bauhöfen schon dabei ist, ein solches Kernnetz definieren.“ so Naumann weiter. Dieses Netz soll insbesondere die Verbindungen zwischen den Grundzentren und dem Oberzentrum Celle absichern und nach Möglichkeit zentrale Siedlungsbereiche anbinden.
Darüber hinaus fordert die SPD-Fraktion ein angepasstes Betriebskonzept durch die CeBus, welches den besonderen Straßenverhältnissen Rechnung trägt. „Andere Regionen wie Hannover oder Lüneburg zeigen, dass ein eingeschränkter, aber stabiler Betrieb auch bei schwierigen Wetterlagen machbar ist“, ergänzt die Vorsitzende der SPD-Fraktion Angela Hohmann.
Besondere Bedeutung misst die SPD auch einer transparenten und verlässlichen Fahrgastinformation bei. Im Falle der Aktivierung des Kernnetzes sollen Fahrgäste frühzeitig und eindeutig über Apps, Internetseiten, den VBN-Fahrplaner sowie – wo möglich – über dynamische Anzeigetafeln informiert werden.
Hintergrund der Initiative ist neben den sozialen Auswirkungen auch die Verkehrssicherheit. In den vergangenen Schneelagen seien Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende mangels geräumter Wege häufig auf Fahrbahnen ausgewichen, was das Unfallrisiko deutlich erhöhte. Ein funktionierendes Busangebot auf den Hauptachsen könne den gefährlichen Individualverkehr reduzieren.
Text: SPD im Kreistag














