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"Schön hier" - Karstadt Übernahmepläne sollen konkret werden


Foto: CH

CELLE. Die Lichter sind bereits aus, abends bei #Karstadt in Celle - nur die Laternen und Weihnachtsbeleuchtung spiegelt sich in den #Schaufenstern. Trotzdem: Unternehmer Markus #Schön lässt weiterhin nichts unversucht, 47 Karstadt-Standorte zu übernehmen (CELLEHEUTE berichtete). Gibt man "celle-schoen-hier.de" ein, landet man bereits beim Übernahme-Interessenten.

Nach seinen Aussagen hätten #Galeria Karstadt #Kaufhof und sein Unternehmen die Weichen für ein erstes Treffen gestellt. Er werde dazu eine "einseitige Vertraulichkeit" der Kaufhauskette akzeptieren, was bedeuten würde, dass der "Noch-Großkonzern" sich öffentlich über die Formalitäten äußern dürfe, Schön aber nicht.


Bei dem Treffen solle es u.a. um Details der bestehenden Mietverträge, vertragliche Konstellationen der betreffenden Häuser und Warenbestände gehen. Auch die aktuellen Maßnahmen des #Insolvenzverwalters sollen offengelegt werden.

Der Detmolder Online-Händler habe bereits die Markenrechte für „Schön hier“ beantragt und auch gleich die Internetadressen mit Namenskombinationen der jeweiligen Städte eingerichtet.


Dazu Markus Schoen: "Wenn die Übernahme gelingen würde, sollen die Standorte unter dem Markennamen 'Schön hier' geführt werden. Dies geht auf eine Rückmeldung aus Gremien zurück, dass ein stationärer Einkauf nie 'schön' sein könnte. 'Schön' könnte es nur zu Hause und damit 'online' sein. So sehr wir diese Einschätzung als stark wachsender Online-Händler teilen, wir wollen an den 47 Standorten Einkaufserlebnisse schaffen, die die Kundinnen und Kunden mit 'Schön hier' verbinden und ihnen ein Gefühl der Heimat und des Zuhauses vermitteln."


Schoen wolle daher an allen 47 Standorten auch regionale Produkte anbieten und seine "Expertise in der Nachhaltigkeit auch auf den stationären Handel übertragen. Wir haben uns ca. 100 Domains gesichert, die die von uns gewünschten Standorte mit dem möglichen Namen der Warenhäuser kombinieren. Die Markenrechte haben wir beantragt."


In das Projekt habe Schoen nach eigenen Angaben inklusive der Markenrechte und Logo bislang "einen einstelligen Millionenbetrag" investiert. Weitere Mittel würden in den Gremien freigegeben. Er geht insgesamt von einem Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich aus.


"Von unserer Seite werden diese – wie bei allen bisherigen Transaktionen unseres Verbundes – außerhalb der Öffentlichkeit und diskret erfolgen. Daher hoffen wir, dass die Vertraulichkeit von allen Beteiligten zukünftig gewahrt wird. Als sehr erfolgreicher und substanzstarker Mittelständler aus Ostwestfalen in Familienbesitz bewegt man sich gern außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung", so Schoen abschließend, wie auch immer das zu deuten ist.


Ob der Unternehmer diesem Großprojekt gewachsen ist, wird noch nicht deutlich. Allein das "Sichern von ca. 100 Domains" hätte man sich dadurch sparen können, wenn vor der Hauptdomain einfach die Ortsnamen als Subdomain gesetzt würden.


Die Domain buero.de zähle nach eigenen Angaben "zu den ersten Internetadressen" überhaupt - was Grafik und Menüführung betrifft, glaubt man das sofort. Sie ist dem steten Wandel der Zeit nicht hinterhergekommen - zumindest dieses Schicksal teilt sich der Familienbetrieb mit Galeria Karstadt Kaufhof. Es ist für Wirtschaftsexperten als auch Laien offensichtlich, dass die Gefahr eine Wiederholung nur durch einen radikalen gemeinsamen Neuanfang minimiert werden kann. 5500 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.


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