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Samtgemeinde Wathlingen feiert „Goldene Hochzeit“


WATHLINGEN. Zahlreiche interessante Gäste und gute Reden gab es reichlich beim gestrigen Fest anlässlich des #Jubiläums „50 Jahre #Samtgemeinde #Wathlingen“. Entsprechend schwer war es, hervorzustechen, doch der Adelheidsdorfer Bürgermeisterin Heike Behrens gelang es. „Ich gratuliere uns zur Goldenen Hochzeit“, sagte sie auf der Bühne des Hagensaals in Nienhagen. „Es war keine Liebesheirat, sondern eine Vernunftehe“, schickte sie hinterher und umriss damit wohl die Befindlichkeit etlicher Ortschaften Anfang der siebziger Jahre, als sich innerhalb der niedersächsischen Gebietsreform die Verwaltungsstruktur änderte, sich Zugehörigkeiten neu sortierten und Dörfer ihre Eigenständigkeit zugunsten einer größeren Einheit einbüßten.


Exakt am gestrigen Tag vor 50 Jahren bildete sich die Samtgemeinde Wathlingen mit den großen Ortschaften #Nienhagen, #Adelheidsdorf und Wathlingen. Die aktuelle #Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer lud aus diesem Anlass zu einer Feier, ließ von den damaligen Akteuren, den Samtgemeindedirektoren a.D. Egon Fritz, Wolfgang Grube und Hartmut Gebhardt, zurückschauen und gab einen Ausblick in die Zukunft. Ein Raunen ging durch den gut gefüllten Saal, als Schwarz-weiß-Fotos von früheren Verantwortlichen gezeigt wurden. Die geladenen Gäste erinnerten sich und hörten den kurzweiligen und humorvollen Worten der drei „Ehemaligen“ genussvoll zu.


„Kommunen sind der Kraftquell unseres Zusammenlebens“, sagte Landrat Axel Flader und gratulierte ebenso herzlich wie der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes Dr. Marco Trips, der eine kleine Zeitreise ins Jahr 1973 unternahm und mit den Worten schloss: „Alles ist leicht, wenn man stark ist!“ Sein kurzer Ausflug in die 1970er Jahre mit ihrer Entspannungspolitik stand in krassem Gegensatz zu den Bildern, die von Wathlingen ausgehende Hilfstransporte in die ukrainische Partnerstadt Truskavet zeigten. Das polnische Pendant Limanova unterstützt tatkräftig. Grußworte beider Bürgermeister wurden eingespielt. Die Partnerschaft Wathlingens mit Frankreich blieb unerwähnt, und doch war sie irgendwie präsent, da das Chanson-Duo „MademoiCelle“ das musikalische Programm ausschließlich auf Französisch gestaltete.


Dass die Gebietsreform allen Beteiligten etwas abverlangte, sparten die Ortsbürgermeister in ihren Ansprachen nicht aus: „Das Konstrukt wurde durchaus kritisch gesehen, die Angst vor dem Verlust der Eigenständigkeit war da“, sagte Wathlingens stellvertretende Bürgermeisterin Beatrix Thunich und ergänzte, man habe sich an die Konstruktion mit der Zeit gewöhnt. Der Nienhägener Verwaltungschef Jörg Makel hatte sich für einen launigen, leichtfüßigen Beitrag entschieden, in dem er u.a. an das Schwimmbad seiner Kindertage, das lediglich ein Tümpel war, erinnerte, sowie an die erste und einzige Demo in der Gegend, auf der skandiert wurde: „Hände weg von Nienhorst“. Denn der Ort sollte nach ersten Plänen Adelheidsdorf zugeordnet werden.


Deren aktuelle Bürgermeisterin Heike Behrens freute sich indes in ihrer Ansprache über eine Bemerkung des Vorgängers von Claudia Sommer, Wolfgang Grube. Dieser hatte im Laufe seiner Rede Adelheidsdorf als „krankes Kind“ der Samtgemeinde bezeichnet, mit seinem letzten Satz jedoch alles wieder zurechtgerückt: „Alle Führungskräfte der Samtgemeinde kamen aus Adelheidsdorf.“



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