Richtfest am Nordwall: So sieht's in den 53 geförderten Wohnungen aus
- Audrey-Lynn Struck

- vor 9 Minuten
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Noch ist es nicht ganz wohnlich am Nordwall. In einigen Wohnungen lässt sich der spätere Grundriss schon erkennen, andere sind noch komplett leer. Doch der Rohbau steht: Am Mittwochmittag, 19. August, feierte die Allerland Richtfest für ihr neues gefördertes Wohnquartier. „Wir wollen am Ende Mieter begeistern, die hier ab dem nächsten Jahr leben“, sagt Allerland-Geschäftsführer Lasse Laging.
Miete liegt bei 6,10 Euro pro Quadratmeter
Insgesamt entstehen hier 53 Wohnungen zwischen 45 und 85 Quadratmetern. Der Erstbezug ist für das Frühjahr 2027 geplant. Wer einen Wohnberechtigungsschein hat, kann sie für 6,10 Euro pro Quadratmeter mieten. Gefördert wird das 16,5 Millionen teure Projekt über ein Programm der NBank, über das die Allerland ein zinsloses Darlehen erhält. Für 20 Jahre blieben die Wohnungen somit an den geförderten Wohnungsbau gebunden, wie Lasse Laging erklärt.
Wohnungen haben Loggia oder Balkon
Für Oberbürgermeister Jörg Nigge ist das Projekt ein „kleiner Meilenstein der Stadtentwicklung“. Nach längerer Zeit entsteht damit in Celle wieder ein größeres Projekt im geförderten Wohnungsbau. Die Wohnungen haben meist ein Schlafzimmer sowie einen offenen Wohn- und Küchenbereich und einen eigenen Abstellraum. Einige Wohnungen sind rollstuhlgerecht geplant. Zur Straße hin gibt es Loggien, auf der anderen Seite Balkone. Fußbodenheizung und zwei Fahrstühle gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Der Neubau wurde bewusst an die Umgebung angepasst. Das Quartier besteht aus einem drei- und einem viergeschossigen Gebäude, Teile der Fassaden werden verklinkert. Unterschiedliche Dachformen und Gebäudehöhen lockern das Erscheinungsbild auf. Je nach Dachfläche sind eine Begrünung oder Photovoltaikanlagen vorgesehen. „Man sieht jetzt schon von außen, dass geförderter Wohnungsbau schön sein kann“, schwärmt Jörg Nigge.
Begrünte Dächer und Photovoltaik
Auch beim Energiekonzept wurde einiges eingeplant: Alle Wohnungen haben eine Fußbodenheizung, beheizt wird über Wärmepumpen, den Strom liefert anteilig eine Photovoltaikanlage. Teile des Daches wurden begrünt. Außerdem gibt es insgesamt 46 Pkw-Stellplätze sowie Fahrradstellplätze.
Der Bau mitten in der Stadt brachte dabei seine eigenen Herausforderungen mit sich. Vor allem die beengten Verhältnisse auf dem Grundstück machten die Arbeiten laut Zech Bau anspruchsvoll. Zeitweise musste zudem auf ganz besondere Baustellenbewohner Rücksicht genommen werden: Ein Storchenpaar zog dort drei Jungtiere groß und verließ das Gelände erst in der vergangenen Woche.
Für Lasse Laging war das Richtfest deshalb auch Anlass, den beteiligten Unternehmen zu danken – darunter viele aus der Region. „Wir können viel planen, viel Gelder besorgen und Mietverträge schreiben, aber am Ende muss es jemand bauen.“
Hier kann man sich für eine Wohnung vormerken lassen.














