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Resilienz und Jugendherberge - Neue Chance für gefloppte Projekte?





HANNOVER. Nach dem Scheitern des Antrags der Stadtverwaltung für Fördermittel für die Aufwertung der Celler Innenstadt wollen die beiden SPD-Politiker Maximilian Schmidt und Christoph Engelen einen neuen Anlauf starten, um die Stadt bei künftigen Förderrunden besser zu positionieren. Auch die gefloppte Ansiedlung der Jugendherberge soll neu bewertet werden. Sie suchten dazu das Gespräch mit Niedersachsens Regionalministerin Birgit Honé im Landtag. „Entscheidend für erfolgreiche Fördervorhaben ist die enge Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Ohne Kommunikation und nur mit Klagen wird es nicht funktionieren, stattdessen gilt es, gemeinsam für Celle zu werben“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Schmidt.


Auf seine Initiative hin fand dazu ein Austausch mit Birgit Honé, Landesministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Landesentwicklung, im Niedersächsischen Landtag statt. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen mögliche Alternativen für eine Entwicklung der Maßnahmen. Dabei könnte auch eine Neuordnung der Förderlandschaft eine wichtige Rolle spielen: So plant die SPD in Niedersachsen, das seit 2019 bestehende Programme „Zukunftsräume“ weiter auszubauen und mit der Städtebauförderung des Bundes sowie weiteren Förderprogrammen zu vernetzen.


„Ich würde mich freuen, wenn es gelingt, für die zentralen Vorhaben aus dem Antrag für ,Resiliente Innenstädte’ einen neuen Förderantrag zu erarbeiten. Dabei sollte die Stadtverwaltung sich auch intensiv die erfolgreichen Vorhaben anderer Städte anschauen.Und entscheidend ist, dass die Stadtverwaltung gut mit dem Land zusammenarbeitet – so sollten beispielsweise die heimischen Landtagsabgeordneten mit einbezogen werden, bisher ist das scheinbar gar nicht der Fall“, so SPD-Landtagskandidat Christoph Engelen.Andere Städte und Regionen jedenfalls setzten bei der Unterstützung für ihre Vorhaben ganz intensiv auf die Zusammenarbeit mit den örtlichen Abgeordneten.


Rathsmühle als Jugendherberge?

In diesem Kontext werben Schmidt und Engelen auch für einen neuen Anlauf für die Wiederansiedlung einer Jugendherberge in Celle. „Das ganze Verfahren bis hierhin ist einfach richtig schlecht gelaufen. Es gibt kein Konzept für den bisherigen Standort in KleinHehlen und keinen neuen Standort. Dem Jugendherbergsverband wurden Bedingungen gestellt, die keiner erfüllen kann. Und die städtische Allerland hat damit scheinbar auch kein Problem, weil sie so für eigene Hotelprojekte keine Konkurrenz befürchten muss“, so Schmidt und Engelen.


Deshalb regen die beiden SPD-Politiker eine neue Standortsuche an. „Erneut in den Blick kommen sollte dabei unbedingt das Gelände der bisherige Ratsmühle. Zwar verdient die Stadt dort an dem Wasserkraftwerk, aber ansonsten besteht neben der Nutzung als Lagerfür die Celler Museen kein wirkliches Konzept. Es sollte erneut untersucht werden, ob und wie das Gelände beispielsweise für eine Jugendherberge nutzbar gemacht werden kann. Das Grundstück oder Teile der Liegenschaft könnten ja auch statt eines Verkaufs langfristigen das Deutsche Jugendherbergswerk verpachtet werden. In jedem Falle sollte untersucht werden, wie eine Nutzung trotz des Wasserkraftwerks erfolgen kann, dafür muss es technische Lösungen geben“, so die beiden SPD-Politiker. Die Ansiedlung einer Jugendherbergekönnte dann auch Teil eines neuen Förderantrags der Stadt für die Innenstadtenwicklung werden, schließlich komme dies direkt der Innenstadt zugute.

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