Pilotprojekt: WLAN und Boards an Celler Grundschulen


Fotos: Peter Müller


CELLE. Mit dem Start ins neue Schuljahr hat die Stadt Celle den Aufbau des flächendeckenden WLANs an ihren 14 Grundschulen abgeschlossen. Die Pilotschule GS Blumlage/Altstadt ging mit digitalen Boards in den Echtbetrieb. Nun wurde der Abschluss des Pilotprojekts gefeiert.

Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge verschaffte sich dabei persönlich vor Ort einen Eindruck über die Vorteile und gab die Boards im neuen WLAN offiziell für den Echtbetrieb frei. Die Unterrichtsinhalte sollen nahezu unverändert bleiben, im Rahmen des städtischen Projektes „Digitalisierung Celler Grundschulen“ aber künftig auf eine hochmoderne Art und Weise vermittelt werden.


Als Grundvoraussetzung für digitalen Unterricht habe die Stadt Celle in den Sommerferien 2022 - wie geplant - an ihren 14 Grundschulen ein flächendeckendes WLAN "nach neuestem Stand der Technik fertiggestellt", so die Stadt. Seit Januar seien dazu "unzählige Meter Kabel, Hunderte von Access-Points und Netzwerkverteiler verbaut" worden.

Zur Absicherung und Steuerung der Systeme seien professionelle Firewallsysteme, Jugendschutzfilter und sogenannte Mobile-Device-Managementsysteme in die neuen Netzwerke integriert worden. Dadurch könne der Unterricht jetzt überall flexibel digital, z.B. mit den vorhandenen IPads, unterstützt werden.


Als nächster Meilenstein sei der großflächige Einsatz digitaler Tafeln, sogenannter „interaktiver Boards“, vorgesehen. An der GS Blumlage/Altstadt wurde auch dazu die Nutzung in einem Pilotprojekt erprobt. "In einem ersten Schritt wurden acht Unterrichtsräume mit digitalen Boards versorgt.

Nach einer erfolgreichen Testphase wurden weitere zehn Boards bestellt Damit ist die GS Blumlage/Altstadt komplett mit Boards versorgt"", versichert die Behörde.

"Die Mehrwerte der Technik verdrängten schnell die anfängliche Skepsis im Pilotprojekt.

Die digitalen Tafeln überzeugen insbesondere durch folgende sofort nutzbare pädagogische Mehrwert", ist die Verwaltung überzeugt und zählt auf:

  1. Die Boards ermöglichen alles, was Kreidetafeln bieten, allerdings bei besserem Schreibgefühl, ohne Kreidestaub und bei höherer Attraktivität für die Kinder.

  2. Darüber hinaus können Tafelbilder vor-/nachbereitet, geteilt, archiviert und jederzeit wiederverwendet werden.

  3. Außerdem bieten die Boards über pädagogische Software und das Internet nahezu unbegrenzte, jederzeit verfügbare Möglichkeiten zur technischen Unterrichtsunterstützung.

  4. Zudem lassen sich beliebige Endgeräte zur interaktiven Bearbeitung intuitiv und „kinderleicht“ auf dem Board spiegeln.

  5. Um parallel auch weiterhin analoge Unterrichtsinhalte darstellen zu können, sind alle Boards rechts und links mit magnetischen Whiteboardflügeln ausgestattet, um z.B. Werke aus dem Kunstunterricht der Grundschulkinder präsentieren zu können.


Durch die Erfahrungen des Pilotbetriebs sei nun der großflächige Ausbau der Boards an allen Grundschulen der Stadt Celle im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung in Arbeit. Zunächst sollen dabei insbesondere alle Unterrichtsräume der Dritt- und Viertklässler versorgt werden, um diese möglichst optimal für den Übergang auf die weiterführenden Schulen vorbereiten zu können.

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