Outlet Center Soltau will sich um über 50 % vergrößern


Designer Outlet Soltau
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SOLTAU. Was lange angekündigt war und durch die Corona-Auflagen stets verschoben wurde, soll nun umgesetzt werden. Die Stadt Soltau beabsichtigt, das Designer Outlet Soltau (DOS) von bisher 9.900 m² auf 15.000 m² Verkaufsfläche zu erweitern und hat deshalb beim zuständigen Landwirtschaftsministerium in Hannover ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren beantragt. Das sei notwendig, weil die Verkaufsfläche im Landes-Raumordnungsprogramm bisher auf 10.000 m² begrenzt ist. Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hatte bereits bei den ersten Überlegungen Widerstand angekündigt. Er befürchtet Kaufkraftverluste für Celle.


Ein erster Prüfschritt für größere Einzelhandelsprojekte dieser Art ist die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens. Diese Aufgabe fällt in die regionale Zuständigkeit des Amtes für regionale Landesentwicklung. Aufgabe des Raumordnungsverfahrens ist die Prüfung der Raumverträglichkeit des Vorhabens.


Für die Erweiterung des Designer Outlets Soltau spielen dabei vor allem die Auswirkungen auf die regionalen Einzelhandelsstrukturen sowie auf die touristische Entwicklung eine zentrale Rolle. Hierzu habe die Stadt Soltau umfangreiche Gutachten erarbeiten lassen. Ebenfalls Teil der Verfahrensunterlagen seien eine sogenannte Raumverträglichkeitsstudie sowie eine Verkehrsuntersuchung.


Das spätere Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, die sogenannte Landesplanerische Feststellung, sei eine wichtige Grundlage für das sich anschließende Zielabweichungsverfahren, das vom Landwirtschaftsministerium durchgeführt wird.

Heute startet das öffentliche sogenannte Beteiligungsverfahren, das am Mittwoch öffentlich bekannt gemacht wurde. Zuvor hatte die Stadt Soltau die Verfahrensunterlagen beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg eingereicht. Öffentliche Stellen wie zum Beispiel Städte, Gemeinden und Landkreise aus der Region sowie Fachbehörden und -verbände sind zur Stellungnahme aufgefordert. Auch die Öffentlichkeit hat bis zum 19.08.2022 die Möglichkeit, Hinweise und Bedenken zum Vorhaben beim ArL Lüneburg vorzutragen.

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