Mähroboter im Herbst: Gefahr für junge Igel

CELLE. Mit den kürzer werdenden Tagen beginnt für Igel eine wichtige Phase. Sie sind weiter auf Nahrungssuche und müssen sich Reserven für den Winter anfressen. Auch Jungigel sind im September noch unterwegs und erkunden ihre Umgebung. Gerade für sie können Mähroboter zur tödlichen Gefahr werden.
Igel sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Nähert sich eine Gefahr, laufen sie häufig nicht davon, sondern rollen sich zusammen. Gegen die schnell rotierenden Messer eines Mähroboters schützt sie dieses Verhalten jedoch nicht. Kleine oder eingerollte Tiere werden von den Geräten nicht immer zuverlässig erkannt und können schwer verletzt oder getötet werden. Der NABU empfiehlt deshalb, Mähroboter nicht in der Dämmerung oder nachts, sondern ausschließlich tagsüber einzusetzen.
Wer Igeln zusätzlich helfen möchte, kann im Garten wilde Ecken erhalten, Laub und Reisig liegen lassen und auf einen durchgehend kurz geschorenen Rasen verzichten. Solche Bereiche bieten Nahrung, Verstecke und später auch geeignete Plätze für den Winterschlaf.
„Gerade junge Igel sind durch Mähroboter besonders gefährdet.“, betont Jessica Giese von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. „Wer die Geräte nachts pausieren lässt, kann mit einer einfachen Maßnahme viel für ihren Schutz tun.“
Text: NABU Landesverband Niedersachsen e. V.














