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Mutiges Design in feuerrot und kohleschwarz


Feuerwehrhaus Westercelle Richtfest
Foto: Peter Müller

CELLE. Feuerrote Fenster und kohleschwarze Holzfassade – so wird das Feuerwehrhaus in Westercelle aussehen. Bis dahin wird noch einige Zeit vergehen, zunächst wurde am gestrigen Abend Richtfest gefeiert. Architekt Hubertus von Bothmer hob ausdrücklich das mutige Design hervor und fügte in seiner kurzen Ansprache hinzu: „Es hat was, wenn eine Feuerwehr in einem verkohlten Haus wohnt mit roten Fenstern.“ Die Wände, das Dach und die Fassade des Neubaus bestehen aus Holz. Für dieses gibt es laut dem Fachmann keinen besseren Schutz, als wenn man es einmal ankohle.


Mit Blick auf die große Zahl an Gästen bestehend aus Vertretern der Verwaltung, des Stadtrates und in erster Linie der Feuerwehr sagte Oberbürgermeister und Bauherr Dr. Jörg Nigge: „Da, wo große Dinge bewegt werden, kommen die Menschen zusammen.“ Mit dem, was dort entstehe, habe man auch die Skeptiker überzeugt, mutmaßte er auf die zahlreichen Hürden im Vorfeld anspielend. „Wir haben mit Ameisen, Bäumen und zum Teil auch Nachbarn gekämpft.“ Für das Haus war ein intaktes Waldbiotop abgeholzt worden. Die bei der Stadt angesiedelte Untere Naturschutzbehörde hatte nicht ausreichend Sorge getragen für die artgerechte Umsiedlung der dort vorkommenden, unter Schutz stehenden hügelbauenden Waldameisen. Beabsichtigt war der Bezug sicher nicht, aber indirekt kam Hubertus von Bothmer auf das zu sprechen, was dem Neubau hatte weichen müssen: „Wir bauen nur noch Holzhäuser, Holz bindet CO2, und es ist recyclebar.“


Den späteren Nutzern der neuen Behausung, die von der Stiefelwaschanlage bis zum digitalen Equipment nach dem neuesten technischen Standard ausgestattet ist, dankte der Oberbürgermeister mit den Worten: „Wir sind stolz, dass wir Sie als ehrenamtliche Kräfte haben“, und betonte, dass die Stadt die Rahmenbedingungen für deren Arbeit schaffe und sich dieses einiges kosten lasse.


Stadtbrandmeister Kai-Uwe Pöhland erwiderte den Dank im Namen der Stadtfeuerwehr: „So ein Haus hatten wir in der Form noch nicht“, und weitete anschließend den Blick von Westercelle auf das generelle Zusammenspiel von Rathaus und Feuerwehr: „Wir haben großes Glück mit der Verwaltung und der Politik. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Wir kommen gut miteinander aus.“

Eine Einschätzung, die angesichts der Schließung des Feuerwehrstandortes Vorwerk auf Anweisung des Oberbürgermeisters, die bei etlichen Ehrenamtlichen und Vertretern der Politik auf Kritik hinsichtlich der Vorgehensweise des Rathauses gestoßen war, aufhorchen ließ.




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