Mit Spannung in die Zukunft: Freisprechung der Elektroinnung
- Audrey-Lynn Struck

- vor 2 Stunden
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ALTENSALZKOTH. Die Wärmepumpe im Keller, die Solaranlage auf dem Dach oder das E-Auto vor dem Haus – alles läuft mit Strom. Ebenso vielfältig wie die Anwendungen sind auch die Berufsfelder. Bei der Freisprechung der Elektroinnung am Freitag, 6. Februar, wurden insgesamt 22 Auszubildende zum Energieanlagenelektroniker für Gebäudetechnik offiziell in die Gesellenzeit entlassen.
„Manche sagen, wir sind die Speerspitze der Energiewende – ich sage, wir sind der Stecker.“
„Manche sagen, wir sind die Speerspitze der Energiewende – ich sage, wir sind der Stecker“, betonte Maik Tribian, Obermeister der Elektroinnung. Er hob hervor, wie breit die Ausbildung aufgestellt sei und wie viele Wege den Absolventinnen und Absolventen offenstehen. Lehrlingswart und Prüfungsausschussvorsitzender Norbert Glenewinkel griff die Worte augenzwinkernd auf: Hauptsache, niemand werde danach Tischler – eine Anspielung auf Sönke Riester, der zuvor berichtet hatte, dass rund 70 Prozent der Tischlerauszubildenden später nicht im Beruf bleiben.
Prüfungsausschuss sucht Verstärkung
Norbert Glenewinkel verband seine Rede zugleich mit einem Appell: „Wir suchen händeringend erfahrene Gesellen, Meister oder Betriebsinhaber für den Prüfungsausschuss.“ Lehrer Sönke Riester indes richtete den Blick auf die Leistung der jungen Gesellen: Sie hätten in den vergangenen Jahren viel Ausdauer bewiesen, Prüfungen gemeistert und dürften nun stolz auf sich sein.

Neues Ritual bei Freisprechung?
Passend zum Abschluss der Ausbildung gab es bei der Freisprechung auch eine symbolische Trennung. „Ein guter Elektriker weiß: Jede Verbindung hat ihren Zweck und ihren Zeitpunkt. Und dass es Momente gibt in denen man eine Verbindung lösen muss“, sagte Ulrich Lange. Die Gesellen schnitten jeder ein Stück eines goldenen Kabels ab. Aus den Kabelstücken wurden kleine Schlüsselanhänger gefertigt. Für die Gesellen der Beginn eines neuen Lebensabschnitts – und für die Elektroinnung vielleicht die Geburt eines neuen Rituals.
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