Mit Sonja de Vries Veränderung gemeinsam gestalten
- Jennifer Killesreiter
- vor 15 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Stunden
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CELLE. Viele Betriebe kennen das: Der Alltag läuft, die Aufträge kommen, alle haben zu tun. Doch für Grundsatzfragen bleibt kaum Zeit. Wer ist wofür zuständig? Welche Abläufe kosten unnötig Kraft? Und welche digitalen Lösungen würden wirklich helfen? Genau an solchen Punkten setzt Sonja de Vries an. Bei der Goldschmiede Bade am Großen Plan begleitet sie das Team unter der Leitung von Katharina Stegmann durch einen Veränderungsprozess: Generationsübergabe, Digitalisierung, Zusammenarbeit. Montags, wenn das Geschäft für Kundinnen und Kunden geschlossen bleibt, geht es nicht um Schmuckstücke, sondern um Strukturen.
„Mitarbeiter sollen gerne Ideen einbringen und sollen aktiv mitgestalten“
„Mitarbeiter sollen gerne Ideen einbringen und sollen aktiv mitgestalten“, sagt Sonja de Vries. Möglich wurde die Begleitung auch durch eine Förderung, bei der Unternehmen einen großen Teil der Kosten erstattet bekommen können.

Eine Übergabe als Chance
Für Katharina Stegmann kam der Prozess zu einem besonderen Zeitpunkt. Im Januar übernahm sie die Geschäftsleitung der Goldschmiede Bade, deren Geschichte bis ins Jahr 1883 zurückreicht. Damit verbunden waren nicht nur Verantwortung und Tradition, sondern auch viele praktische Fragen.
„Es war eine Chance, das mit der Übergabe einmal richtig anzugehen“, sagt Katharina Stegmann.
Auf Sonja de Vries war sie bereits vor Jahren auf einer Messe aufmerksam geworden. Später begegneten sich beide bei einem Unternehmerinnen-Treffen in Celle wieder. „Es gibt keine Zufälle“, sagt sie rückblickend. Anfang Februar startete die Begleitung. Zunächst führte Sonja de Vries Einzelgespräche mit den Mitarbeitenden. Was bewegt mich? Was ist mir wichtig? Wo hakt es? Erst danach kam das gesamte Team zusammen.

Wenn alle mitdenken
Bei Goldschmiede Bade treffen unterschiedliche Arbeitsbereiche aufeinander: Verkauf, Werkstatt, Büro und Geschäftsleitung. Viele arbeiten in Teilzeit, manche sehen sich im Alltag nur selten. Umso wichtiger war es, die Perspektiven zusammenzubringen.
„Ohne die Betreuung würden wir wohl etwas rumstrakeln.“
Dabei blieb es nicht bei Gesprächen. In einer Übung mussten Bälle möglichst schnell von A nach B gebracht werden. Erst entstand Chaos, dann Struktur. „Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Menschen sind unfassbar gut rausgekommen“, sagte Katharina Stegmann. Besonders geholfen habe, dass Sonja de Vries mit ihren Fragen immer wieder zum Kern zurückgeführt habe. „Ohne die Betreuung würden wir wohl etwas rumstrakeln“, fügte Susanne Bade hinzu.
Aus Gesprächen werden neue Routinen
Was bei Goldschmiede Bade inzwischen im Alltag angekommen ist, zeigt, wie Sonja de Vries arbeitet. Es bleibt nicht bei einem Workshop, nachdem alle wieder in alte Muster zurückfallen. Aus den Gesprächen entstehen konkrete Routinen.
Ein Beispiel ist der tägliche Morgen-Kick-off. Jede Person erzählt kurz, was sie an diesem Tag vorhat. Nicht als Kontrolle, sondern als gemeinsames Einchecken. Wo überschneiden sich Aufgaben? Wer braucht Unterstützung? Was sollte nicht doppelt gemacht werden?
„Wenn man etwas auf dem Herzen hat, sagt man es direkter und nimmt es nicht ewig mit.“
Am Anfang habe es noch geheißen: Müssen wir das jetzt wirklich machen? Heute werde das Treffen anders wahrgenommen. Es gebe Orientierung, verhindere Doppelarbeit und stärke das Wir-Gefühl. „Wenn man etwas auf dem Herzen hat, sagt man es direkter und nimmt es nicht ewig mit“, beschreibt eine Mitarbeiterin die Veränderung.
Auch die Digitalisierung wird nicht einfach als großes Schlagwort behandelt. Sonja de Vries entwickelt die Lösung nicht am Schreibtisch, sondern gemeinsam mit dem Team. Ziel ist kein Standardkonzept, sondern eine Lösung, die wirklich zum Betrieb passt. Bei Goldschmiede Bade heißt das: eine digitale Plattform finden, die Werkstatt, Verkauf, Büro und Geschäftsleitung im Alltag entlastet.

Förderung als Einstieg in Veränderung
Unternehmensentwicklung kostet zunächst Zeit und Geld, kann Betrieben langfristig aber genau das wieder einsparen. Für die ersten Monate einer solchen Begleitung ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung von rund 80 Prozent möglich. Sonja de Vries ist dafür zertifiziert und unterstützt Unternehmen auch bei der nötigen Dokumentation.
Für Sonja de Vries ist Unternehmensentwicklung kein fertiges Paket. Sie begleitet, stellt Fragen, sortiert und gibt Werkzeuge an die Hand. „Die besten Lösungen entstehen im Unternehmen selbst. Ich helfe dabei, sie gemeinsam sichtbar zu machen.“, sagt sie.
„Die besten Lösungen entstehen im Unternehmen selbst. Ich helfe dabei, sie gemeinsam sichtbar zu machen.“
Bei Goldschmiede Bade sind die ersten Schritte gemacht. Der nächste ist die passende digitale Plattform. Doch das eigentliche Ergebnis liegt schon jetzt tiefer: Zuständigkeiten werden klarer, Stärken sichtbarer, und das Team entscheidet Veränderung nicht nur mit, sondern trägt sie mit.
„Alle haben sich eingebracht, Stärken wurden sichtbar, und das Wir-Gefühl ist stärker geworden“, fasst Katharina Stegmann den bisherigen Prozess zusammen.

Kontakt zu Sonja de Vries
Telefon: +49 174 326 7841 E-Mail: Sonja.deVries@Coaching-Wedemark.de Website: www.coaching-wedemark.de Whatsapp: @devriesunternehmensentwicklung














