Mit Sicherheit gut investiert: Rund 800.000 Euro für Krisenvorsorge
- Extern
- vor 21 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

CELLE. Rund 800.000 Euro sind aktuell in Maßnahmen rund um die Krisenvorsorge in Celle geflossen. „Das ist gut investiertes Geld, denn hier geht es um die Sicherheit unserer Bevölkerung“, sagte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge am Mittwoch, 22. April, anlässlich der Besichtigung von mobilen Stromerzeugern, einer Sandsackfüllmaschine und der Präsentation des Projektes Atemschutzwerkstatt in der Feuerwehrhauptwache am Herzog-Ernst-Ring.
Geborgenheit heißt Vorsorge
„Celle ist für die Menschen, die hier leben, ein Ort der Geborgenheit“, so Nigge. „Dazu gehört auch, dass wir für den Krisenfall – ich erinnere nur an das Jahrhunderthochwasser 2023/24 – oder bei einem möglichen Blackout gut gerüstet sind. Von daher ist es wichtig, rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen, die vorhandenen Ausrüstungen nicht nur zu pflegen, sondern stetig zu aktualisieren und aufzustocken. Und das haben wir getan.“
Acht mobile Stromerzeuger
Doch nun der Reihe nach. Für die Freiwillige Feuerwehr wurden insgesamt acht mobile Stromerzeuger auf Anhängern beschafft (für Fachleute: 4 × 45 kVA, 4 × 100 kVA). Bestimmt sind sie für das Krisenmanagement und sollen unter anderem die Blackout-Leuchttürme in den Ortsteilen als Anlaufstellen für Anwohner im Bedarfsfall mit Notstrom versorgen. „Die Feuerwehrhäuser sind mittlerweile alle mit Notstromanschlüssen ausgestattet“, sagt Jann Brüsting, Stabstellenleiter abwehrender Brandschutz. Zusätzlich stehen die Stromerzeuger der Feuerwehr Celle auch für den alltäglichen Dienstbetrieb, zum Beispiel für Übungen, zur Verfügung. Insgesamt wurden hier rund 450.000 Euro investiert.
Sandsackfüllmaschine des Landes
„Wir sind auch sofort im Nachgang zum Jahrhunderthochwasser aktiv geworden und haben uns dafür stark gemacht, über den dazugehörigen Erlass des Landes Niedersachsen eine weitere Sandsackfüllmaschine für Celle zu beschaffen“, betont der OB. Und das mit Erfolg. Diese wurde der Stadt seitens des Landes zur Nutzung überlassen und steht nun zusammen mit einem Multifunktionsanhänger und diversem Zubehör wie einer Sackzunähmaschine, Hockern, Nähmaschinentischen und vielem mehr in Celle.
Projekt Atemschutzwerkstatt
Hier ist dein Text mit sauber an den Zeilenanfang gerückten Überschriften:
Zusätzlich hat die Stadtverwaltung unter Regie von Jann Brüsting noch das Projekt Atemschutzwerkstatt gestartet. „Es geht in erster Linie um die wichtigen Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unserer hauptamtlichen und rund 500 ehrenamtlichen Einsatzkräfte. In zweiter Linie dient das auch der Optimierung der Betriebsabläufe“, betont der Stabsleiter. Beispielsweise musste die Reinigung der Einsatzkleidung bis dato extern vergeben werden, was wiederum Zeit und Logistik in Anspruch nahm.
Das Projekt ist in zwei Teile untergliedert. Da ist zum einen die Werkstatt zur Reinigung der Atemschutzgeräte, die aus einer Trägerplatte nebst Atemluftflasche bestehen. Jetzt verfügt die Feuerwehr über das nötige Rüstzeug, diese professionell und hygienisch zu säubern. Dafür sorgen ein Ablufttisch, eine Reinigungs- sowie Waschmaschine, ein Trockenschrank und ein Ablufttrockner.
Reinigung von Schutzausrüstung
Teil zwei ist eine Werkstatt zur Reinigung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Diese besteht aus einem Ablufttisch, zwei großen Waschschleudermaschinen (24 kg), einer kleineren Waschschleudermaschine (9 kg), zwei Trockenschränken und einem Ablufttrockner. „Damit steht einer fachgerechten und herstellerkonformen Reinigung kontaminierter oder verunreinigter PSA und Atemschutzgeräte nichts mehr im Wege“, sagt Brüsting. Insgesamt wurden für die Einrichtung der Werkstätten und den Umbau circa 350.000 Euro aufgewendet.
Für alle Fälle gerüstet
„Im November 2022 haben wir als eine der ersten Kommunen einen Blackout-Leitfaden zum Schutz der Bevölkerung vorgestellt. Die Herausforderungen des Jahrhunderthochwassers 2023/24 haben wir – auch durch den hervorragenden Zusammenhalt und Einsatz unserer Stadtgesellschaft – gemeistert“, erinnert OB Nigge. „Doch wollen wir uns darauf nicht ausruhen, sondern weiterhin nichts dem Zufall überlassen und kontinuierlich daran weiterarbeiten, für alle Fälle gerüstet zu sein. Auch wenn der nächste Krisenfall hoffentlich noch lange auf sich warten lässt.“
Text: Stadt Celle














