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Mini-Celle aus Lego geplant: Das steckt hinter Nigges Idee zur Bausteinwelt

vor 3 Minuten
3 Min. Lesezeit
KI-generiertes Bild von drei jungen Leuten, die ein Lego-Modell des Celler Schlosses bauen.
In dieser Vision nimmt das Celler Schloss aus Lego bereits Gestalt an. (Bild: KI-generiert)

CELLE. Ein kleines Celler Schloss aus Lego, daneben das Neue Rathaus, ebenfalls als Bausteinmodell, und dann vielleicht noch die Stadtkirche, ganz viele Fachwerkhäuser und mehr. So könnte die Lego-Erlebniswelt aussehen, die sich Celles wiedergewählter Oberbürgermeister Jörg Nigge in unserer Stadt vorstellt. Nach der Kommunalwahl frisch im Amt bestätigt kann er sein neuestes Herzensprojekt weiter vorantreiben. CelleHeute hatte er bereits vor der Wahl erzählt, was genau hinter seiner Idee steckt.


„So etwas Großes gibt es in Europa noch nicht.“

„Es geht nicht nur um Lego, sondern es soll eine Bausteinwelt werden. Das ist mir ganz wichtig“, so Jörg Nigge. Verschiedenste Themen sollen dort untergebracht werden, nicht nur Lego, sondern auch viele andere Marken mit anderen Bausteinsets. Ein Mitmach- und Erlebnismuseum soll es werden. Seit fast zwei Jahren arbeite er bereits an dem Projekt und mittlerweile sei es sehr konkret. „So etwas Großes gibt es in Europa noch nicht. Das wird das Highlight schlechthin.“


Bausteinwelt soll in Rathsmühle einziehen


Als Location für diese Bausteinwelt hat Jörg Nigge die alte Rathsmühle vorgesehen, die derzeit für mehrere Millionen Euro von Grund auf saniert wird. Ein bisschen überraschend ist das schon, denn bei der Präsentation der Umbaupläne im Februar war noch die Rede von Büroräumen, Arztpraxen, Wohnungen und Gastronomie. Das ist jetzt offenbar alles vom Tisch. Die Pläne seien zum damaligen Zeitpunkt natürlich schon fortgeschritten gewesen, sagt Jörg Nigge. Wichtige Abstimmungen hätten aber noch gefehlt, sodass man Stillschweigen bewahren musste. Weiterer Vorteil: Der Umbau zur Erlebniswelt soll ein paar Millionen weniger kosten als der Ausbau für Praxen und Wohnraum.


„Für eine Museumsnutzung sind nach Einschätzung der Architektinnen die geringsten Investitionen erforderlich.“

Auch die Stadtwerke als Eigentümer der Immobilie stehen hinter der Idee. „In der Tat finde ich die Vision des Oberbürgermeisters, die Rathsmühle zukünftig als Museum beziehungsweise Bausteinwelten zu nutzen, sehr charmant“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Edathy auf CelleHeute-Anfrage. Der Fokus müsse dabei auf einer denkmalgerechten Sanierung und einer nachhaltig wirtschaftlichen Nutzung liegen und man müsse den Investitions- und Finanzierungsaufwand im Griff behalten. „Für eine Museumsnutzung sind nach Einschätzung der Architektinnen die geringsten Investitionen erforderlich“, so Thomas Edathy weiter. Eine Bausteinwelt dürfte äußerst positive Effekte für die Stadt Celle haben, glaubt er.


Entwurf der Celler Rathsmühle nach der Sanierung.
So soll die Rathsmühle nach der Sanierung 2028 aussehen. (Skizze: Simon & Simon Planungsgemeinschaft GmbH)

Idee schlummert schon viele Jahre in Nigge


Die Idee zu einer Baustein-Erlebniswelt in Celle habe er schon vor vielen Jahren gehabt, erzählt Jörg Nigge weiter. Eine Art Miniaturwunderland aus Lego als besondere Attraktion schwebte ihm vor. Nur ein passendes Gebäude und die nötigen Millionen hätten immer gefehlt. „Jetzt haben wir einen super Deal. Wenn das so umgesetzt wird, wird das der Hammer“, sagt der Oberbürgermeister mit spürbarer Vorfreude.


Erste Modelle sollen ab 2027 in Ladengeschäft entstehen


Allzu viel zum „Deal“ möchte er aber noch nicht sagen. Momentan würden mit einem Start-up Gespräche geführt und Verträge ausgehandelt. Anfang 2027 soll die Idee mit einem Ladengeschäft in der Celler Innenstadt ein Gesicht bekommen. Das Start-up soll den Laden dann bereits betreiben und nach außen hin sichtbar mit dem Bau der ersten Modelle beginnen. Schulklassen könnten in den Prozess mit eingebunden werden, so Jörg Nigge. Im Jahr 2028 soll dann die Renovierung der Rathsmühle abgeschlossen sein.


Pläne für Glaskubus und Café in Rathsmühle bleiben


Wie genau die Baustein-Erlebniswelt dort einmal aussehen soll, wird sich zeigen. Für das Projekt ist das gesamte Gebäude vorgesehen, inklusive bereits vorgestelltem Glaskubus auf dem Dach und einem Café oder ähnlichem im Erdgeschoss. Und vielleicht kann man dort bald nicht nur Celles Sehenswürdigkeiten in klein bewundern, sondern auch schonmal die Ostumgehung, das neue Karstadt-Areal oder eine Altstadt mit Straßenbahn fertigbauen.

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