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Mensch im Mittelpunkt: Strafrichter Frank Rosenow geht in den Ruhestand

  • Extern
  • vor 7 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Frank Rosenow. Foto: Oberlandesgericht
Frank Rosenow. Foto: Oberlandesgericht

CELLE. Frank Rosenow verabschiedet sich in den Ruhestand. Mehr als zehn Jahre war er Vorsitzender eines Staatsschutzsenats. Viele aufsehenerregende Verfahren hat der 66-Jährige geführt, doch es sind vor allem die persönlichen Schicksale, die ihm in Erinnerung bleiben. „Für mich steht immer der Mensch im Mittelpunkt“, sagt er.


„Frank Rosenow ist ein exzellenter Jurist, der die Strafjustiz in unserem Bezirk und weit darüber hinaus geprägt hat“, sagt Stefanie Otte. „Auch bei herausfordernden Verfahren war er den Menschen immer zugewandt und hat dennoch keinen Zweifel an seiner Rolle als unparteilicher Richter gelassen“, so die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle. „Frank Rosenow zeigt: Durch Menschlichkeit und Empathie kann der Rechtsstaat nur gewinnen, vor allem an Vertrauen.“


Menschen in Ausnahmesituationen und ihre Beweggründe haben Frank Rosenow seit jeher interessiert. Deswegen gilt seine Leidenschaft seit dem Studium dem Strafrecht. Nach dem anschließenden Referendariat arbeitete er fast ausschließlich als Strafrichter, zunächst am Amtsgericht, dann am Landgericht Stade. Schließlich wurde er am Landgericht Hannover Vorsitzender des Schwurgerichts, das insbesondere Strafverfahren wegen Mordes und Totschlags verhandelt. Seit 2015 ist er Vorsitzender des 1. Strafsenats und eines Staatsschutzsenats am Oberlandesgericht Celle.


Am Oberlandesgericht hat Frank Rosenow aufsehenerregende Verfahren wie den Prozess gegen den IS-Prediger Abu Walaa geführt. Bereits zuvor erlangte er deutschlandweit Bekanntheit mit dem Strafverfahren gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, der darin schlussendlich freigesprochen wurde.


Auch wenn in diesen Fällen häufig sein Gesicht in den Medien zu sehen war, für Frank Rosenow steht fest: „Am Ende zählt das Team.“ Die gemeinsame Arbeit steigere auch die Qualität der Entscheidungen. Das gilt nicht nur für Richterinnen und Richter, sagt er. Die Wachtmeisterinnen und Wachtmeister, aber auch die Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle, sie alle tragen zu einem gelingenden Verfahren bei. „Es ist wichtig, dass wir als Team arbeiten.“



Text: Oberlandesgericht

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