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Mende übernimmt politische Patenschaft für Morteza Mohammadi




BERLIN/CELLE. Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk-Ulrich Mende übernimmt die politische Patenschaft für Morteza Mohammadi, der vom iranischen Regime gefangengenommen wurde.


Mende erklärt: "Es ist nicht nur im Interesse der gefolterten, gequälten oder getöteten Menschen im Iran, sondern ausdrücklich auch im Interesse der Bundesrepublik, auf die vielen tausend unrechtmäßig Inhaftierten und die Menschenrechtverletzungen laut und deutlich hinzuweisen. Durch mein Mandat im Bundestag hat mein Protest hoffentlich größere Wirkung, deshalb habe ich gerne und umgehend die politische Patenschaft für Morteza Mohammadi übernommen. Morteza Mohammadi muss freigelassen werden. Der Iran ist aufgefordert, den Menschen in seinem Land eine lebenswerte Perspektive zu ermöglichen. Frau, Leben, Freiheit. Eine meiner ersten beruflichen Stationen war ab 1988 das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge - heute BAMF. Dort hatte ich in erster Linie über Asylverfahren von Iranerinnen und Iranern zu entscheiden, die vor dem Revolutionsführer Ruhollah Chomeini und seiner ,Revolutionsgarde' flüchten mussten. Seitdem habe ich mich intensiv mit dem Iran und dem Regime auseinandergesetzt. War ich schon damals entsetzt über die Brutalität des Regimes, habe ich heute den Eindruck, dass wieder mit derselben menschenverachtenden Gewalt Menschenrechte mit Füßen getreten und Frauenrechte missachtet werden."


Dirk-Ulrich Mende hat unter anderem die Bundesaußenministerin, Annalena Baerbock, sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Luise Amtsberg, auf den Fall Morteza Mohammadi aufmerksam gemacht und darum gebeten, sich für sein Leben einzusetzen. Darüber hinaus hat er in einem Brief an den iranischen Botschafter, Mahmoud Farazandeh, Transparenz gefordert: Warum wurde Morteza Mohammadi festgenommen? Was wird ihm vorgeworfen? Wie ist sein aktueller Gesundheitszustand? Zudem hat Dirk-Ulrich Mende den Botschafter aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Morteza Mohammadi einen Rechtsbeistand seiner Wahl erhält.


Hintergrund: Morteza Mohammadi beteiligt sich an der aktuellen Protestbewegung in Iran. Aus diesem Grund wurde er am 20. Februar auf dem Weg nach Hause von Kräften des iranischen Regimes festgenommen. Die Regimekräfte schossen auf sein Auto, damit er anhielt, dann nahmen sie ihn fest. Morteza Mohammdi durfte kurz bei seiner Familie anrufen und ihr mitteilen, dass er im Hauptquartier des Geheimdienstes von Sanandaj inhaftiert sei. Er bekommt keinen Rechtsbeistand seiner eigenen Wahl. Sein Bruder, Sirvan Mohammadi, ist ebenfalls inhaftiert.

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