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„Mein Dorf wollte nicht mit, also musste ich bleiben" - Wolfgang Grube verabschiedet


Wolfgang Grube
Fotos: Monika Wille


NIENHAGEN/WATHLINGEN. Nach 27 Jahren an der Spitze der Samtgemeinde Wathlingen wurde Wolfgang Grube in Nienhagen offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Begleitet wurde Grube dabei von seiner Frau Cordula Schack und seiner Tochter Katharina Grube.

Viele Weggefährten aus Nah und Fern waren der Einladung zu der Veranstaltung, die eigentlich bereits am 26. November hätte stattfinden sollen, gefolgt und wurden vorm Hagensaal von der Feuerwehrkapelle Adelheidsdorf auf einen unterhaltsamen Abend eingestimmt.

„Corona hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Veranstaltung bei der Wolfgang Grube hätte verabschiedet und ich ins Amt eingeführt werden sollte, mussten wir pandemiebedingt absagen,“ beginnt Sommer den Redereigen. „Die Enttäuschung war zunächst groß. Nun, muss ich nicht mehr ins Amt eingeführt werden, ich bin angekommen! Aber es ist nie zu spät, um Danke zu sagen. Danke für 27 Jahre im Amt des Bürgermeisters und Samtgemeindebürgermeister in der Samtgemeinde Wathlingen.“ „Ich weiß nicht, was gendern ist. Meine Frau hat ihren Nachnamen behalten, aber ich darf weiter Cordula zu ihr sagen"

Ein langjähriger Weggefährte Sommers, Maik Thalau , moderierte locker den Abend. Grube aufs „Gendern“ angesprochen konterte: „Ich weiß gar nicht, was das ist. Meine Frau hat ihren Nachnamen behalten, aber ich darf weiter Cordula zu ihr sagen", und schon hatte er die Lacher auf seiner Seite. Etwas ernster fuhr er fort: „Ich wurde vorhin gefragt, ob ich alle, die heute Abend hier sind kennen würde. Dazu kann ich nur sagen. Ich weiß von jedem und jeder Einzelnen, wer er/sie ist, aber kennt man sich deshalb wirklich?“

"Grube schon wieder mit seinen Lebensweisheiten"


Die lange Rednerliste begann mit dem Ersten Kreisrat Michael Cordioli, der die Grußworte des Landkreises überbrachte, gefolgt von Wolfgang Klusmann aus Wietze, der sich daran erinnerte, wie er zu Beginn seiner Laufbahn im Alter von 38 Jahren immer dachte: „Ach du Schande, da kommt der Grube schon wieder mit seinen Lebensweisheiten.“ Erst im Laufe der Jahre sei ihm bewusst geworden, wie wertvoll Lebenserfahrung sei.

Die ersten Grüße aus der Partnerstadt Limanova gab es mit einer Video-Einblendung mit dem der dortige Chor extra ein Ständchen für ihren Freund und Partnerschaftsbegründer Grube präsentierten.

Landtagsabgeordneter Jörn Schepelmann, dankte Grube für die stets gute Zusammenarbeit, denn zwischen Wathlingen und Eicklingen gäbe es keine Grenze, sondern „nur“ die Fuhse. Weiter betonte Schepelmann die Heimatverbundenheit Grubes, als er ihn mal gefragt habe, warum er nie weggegangen sei, habe dieser geantwortet: „Mein Dorf wollte nicht mit, also musste ich hierbleiben.“

Das Duo „Pour l‘Amour” sorgte mit mehreren Auftritten dafür, dass die Gäste nicht ermüdeten und weiter den Rednern gern zuhörten.

Susanne Führer, die gemeinsam mit Kurt Gärtner die Grüße aus Adelheidsdorf überbrachte, erzählte von ihrer Jahrzehnte andauernden Freundschaft mit Grube und den vielen verbindenden Ereignissen. Sie schloss mit der Bitte an ihn, all seine vielen Erinnerungen, von denen er so gerne erzähle aufzuschreiben, damit sie für die Nachwelt erhalten blieben. "Danke, dass Sie Ukrainer nicht vergessen"

Nach einer weiteren Video-Einspielung aus Limanova, mit der die ehemalige Bürgermeisterin ihrer Verbundenheit mit Grube und allen Wathlingern zum Ausdruck brachte, kam es zu einem sehr bewegenden Augenblick. Aus der ukrainischen Partnerstadt Truskavets waren die stv. Bürgermeisterin Olena Petranych und die Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung, Natalia Skybak nach Wathlingen gekommen, um persönlich Wolfgang Grube für sein Engagement im Rahmen der Städtepartnerschaft zu danken und allen Bürgerinnen und Bürgern der Samtgemeinde dafür zu danken, dass sie insbesondere in diesen schrecklichen Tagen des Krieges die Ukrainer nicht vergessen würden, sondern ihnen hilfreich zur Seite stehen und Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und vor dem Nichts stehen bei sich aufnehmen.

Aus der Partnerstadt Limaova hatten sich mit dem Bürgermeister Wladyslaw Bieda und seinen Belgleitern Waclaw Zon, Waldemar Silva, Jan Kurek und Jacek Borucki hochrangige Vertreter auf den Weg nach Wathlingen gemacht. Sie überreichten Grube und Sommer traditionelle Kleidung aus ihrer Heimat, damit beide sich immer mit ihnen verbunden fühlen mögen.

Nun hieß es von Thalau, „das Buffet ist eröffnet!“ Musikaisch umrahmte der Gitarrist und Songwriter Nick March das Geschehen. Nachdem alle gestärkt waren, ergriffen Silke Hess und Helmut Bossmann für die Feuerwehrkapelle Adekheidsdorf das Wort und dankten Grube für die langjährige Verbundenheit.

Oliver Kamlage, Geschäftsführer des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes dankte Grube für sein langjähriges Engagement für die Kommunen in Niedersachsen und seinen stetigen Blick auch über den Tellerrand hinaus. Niedersächsischen Feuerwehr-Ehrenmedaille als höchste Auszeichnung

Jörg Makel, Bürgermeister aus Nienhagen, brachte die Zuhörer gedanklich wieder zurück in die Samtgemeinde, was seitens der Feuerwehr noch gekrönt wurde. Sie hatte ein ganz besonderes Geschenk für Grube dabei. Der stv. Kreisbrandmeister und stv. Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Dirk Heindorff, überreichte Grube mit der Niedersächsischen Feuerwehr -Ehrenmedaille, die höchste Auszeichnung, die der Landesfeuerwehrverband an Privatpersonen vergeben kann.

Der langjährige Stellvertreter Grubes m Amt, Stefan Hausknecht, dankte Grube im Namen der Mitarbeitenden für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit in den Jahren. Und Claudia Sommer dankte Grube für die hervorragend organisierte Verwaltung, mit der ihr der Einstieg leicht gemacht worden sei. Jetzt endlich kam Grube selbst zu Wort, sichtlich gerührt, von all den Lobesworten, und dennoch völlig geerdet. Am Ende seiner Rede wurde es sehr stimmungsvoll im Hagensaal, das Licht langsam gedimmt, Grube erhielt eine Kerze überreicht und alle sangen aus vollem Herzen sein Lieblingslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und mit „I did it my way“ klang die Veranstaltung aus.








und Jan Röske sorgte dafür, dass die Technik pannenfrei funktionierte.

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