Mehr Platz für die Kleinsten: Waldorfkindergarten eröffnet Neubau
- Audrey-Lynn Struck

- vor 3 Minuten
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CELLE. Niedrige Fensterbänke zum Sitzen und Rausschauen, mehr Platz zum Spielen, ein direkter Weg in den Garten und erstmals eigene Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter: Mit dem neuen Krippengebäude hat sich der Waldorfkindergarten Celle einige Wünsche erfüllt. „Wir sind gewachsen, um intern wieder kleiner zu werden und jetzt wieder eine familiärere Gemeinschaft zu haben“, sagt die Pädagogische Leiterin Jana Zeising.
Kita-Neubau dauerte rund 16 Monate
16 Monate lang dauerte der Bau, insgesamt 27 Handwerksunternehmen aus dem Landkreis Celle waren am 407 Quadratmeter großen Neubau beteiligt. Das Gebäude besteht zu einem Großteil aus Holz, mit vielen Sonderanfertigungen – von den Fenstern bis zu einem Großteil der Möbel.
Die "Wiegestube" ist halbtags. Die "Kinderstube" ist für Ganztagsbetreuung.
Am 3. August bezogen zwei U3-Gruppen mit jeweils 15 Kindern das Gebäude: die halbtägige „Wiegestube“ und die ganztägige „Kinderstube“. Beide sind bereits voll. Insgesamt sind durch den Neubau acht zusätzliche Betreuungsplätze hinzugekommen.
Zwei Krippengruppen unter einem Dach
Vorher waren Krippe und Kindergarten gemeinsam im bisherigen Gebäude untergebracht, eine der Krippengruppen sogar im ersten Stock. Im Alltag trafen die Kleinsten deshalb kaum aufeinander, „weil sie unterschiedliche Zeiten zum Spielen im Garten hatten“, wie Jana Zeising erklärt. Jetzt ist die Krippe komplett in den Neubau gezogen, während im bisherigen Haus die Kindergartengruppen untergebracht sind.
„Wir können intensiver zusammenwachsen, weil nicht so viele Menschen im Haus sind. Es ist eine andere Ruhe in beiden Häusern“, sagt Jana Zeising. Der gewonnene Platz im Kindergartengebäude wurde dafür genutzt, eine integrative Kindergartengruppe zu schaffen. Eine bereits bestehende. Gruppe wurde mit acht weiteren Plätzen aufgestockt.
Mehr Platz für das Team
Auch für die Mitarbeiter bringt das neue Gebäude etwas, das bislang fehlte. „Vorher hatten wir keinen Personalbereich“, sagt Jessica Steuer. Nun gibt es eigene Aufenthaltsräume und die beiden Krippenteams arbeiten erstmals gemeinsam unter einem Dach.
„Für Kinder haben wir eh immer alles gegeben, aber der pädagogische Komfort für unser Team hat sich verbessert.“
„Für Kinder haben wir eh immer alles gegeben, aber der pädagogische Komfort für unser Team hat sich verbessert“, fasst Geschäftsführer Marc Scharfe zusammen.

Vieles wurde auf Kinderhöhe geplant
Im Neubau gehen die beiden Gruppen rechts und links vom Eingangsbereich ab, jeweils mit kleiner Küche, Toilettenraum inklusive Wickeltisch und direktem Zugang zum Garten. Hinzu kommen ein eigener Schlafraum für die Kinderstube und ein Differenzierungsraum für die Wiegestube. „Die Fensterbänke sind auf Spielhöhe, damit die Kinder rausgucken oder darauf sitzen können, um die jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur zu sehen“, erklärt Jana Zeising.
Die "Wiegestube" ist halbtags für Kitakinder. Die "Wiegestube" ist halbtags für Kitakinder. Die "Wiegestube" hat einen eigenen Differenzierungsraum.
Auch im Eingangsbereich stecken persönliche Details: Ein Dodekaeder (mit zwölf Seiten) im Boden erinnert an den darunter eingelassenen Grundstein mit Rosenquarz und guten Wünschen. Der Vorraum wurde in ein riesiges Kunstwerk verwandelt, die Wände kunstvoll bemalt. Künstlerin war eines der ersten Kinder im Waldorfkindergarten, die mittlerweile erwachsen ist und vorübergehend im Kindergarten arbeitete.














