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Mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr: Neue Radverkehrssicherheitskampagne

  • Extern
  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit
Fahrradfahrer*in
Symbolbild: Archiv

CELLE. Mehr Rücksicht, mehr Aufmerksamkeit und ein einfacher Blick, der Leben retten kann: Mit der neuen landesweiten Radverkehrssicherheitskampagne zum Thema Schulterblick setzen das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung sowie die Landesverkehrswacht Niedersachsen ihre gemeinsame Initiative für mehr Sicherheit im Straßenverkehr fort. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne steht der Schulterblick – insbesondere beim Abbiegen, an Einmündungen und beim Aussteigen aus dem Auto.


Die Kampagne ist Teil der seit 2022 laufenden landesweiten Reihe „Mehr miteinander“ und wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen finanziert. Mit großformatigen Promowalls, Piktogrammen auf Straßen, Spiegelaufklebern, Kopfstützenüberziehern sowie digitalen Formaten soll das Thema sichtbar im Alltag verankert werden. Die Kampagne wird in bis zu 30 niedersächsischen Kommunen über mehrere Wochen präsent sein.


Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Der Schulterblick dauert weniger als eine Sekunde – aber er kann Leben retten. Gerade dort, wo viele Menschen mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, entscheidet Aufmerksamkeit über Sicherheit. Deshalb verbinden wir in Niedersachsen konsequent Investitionen in moderne und sichere Radinfrastruktur mit einer klaren Botschaft für mehr Rücksicht im Alltag. Wer den Schulterblick macht, schützt Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger – und übernimmt Verantwortung für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr.“


Tonne verweist zugleich auf die Rekordinvestitionen des Landes in den Radverkehr: Allein im Landesbauprogramm 2026 investiert Niedersachsen rund 26,5 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung von Radwegen an Landesstraßen. Landesweit werden neue Lücken im Radwegenetz geschlossen und bestehende Strecken modernisiert.


Der Präsident der Niedersächsischen Landesverkehrswacht, Heiner Bartling, betont: „Im Verkehr treffen täglich verschiedene Teilnehmende aufeinander – mit Autos, Fahrrädern, Pedelecs, E-Scootern oder zu Fuß. Vor allem in Städten müssen sie sich einen begrenzten Verkehrsraum teilen. Für eine sichere Mobilität ist wichtig, dass alle aufeinander Rücksicht nehmen und Verständnis zeigen.


Genau dafür steht der Schulterblick. Er ist ein umsichtiges und einfaches Handeln, das täglich Leben retten kann. Besonders im Auto ist der Schulterblick wichtig, um Zweiradfahrende oder zu Fuß Gehende zu sehen. Damit können schwere Abbiege-, Einmündungs- oder Dooring-Unfälle verhindert werden.


Die Bedeutung des Schulterblicks wird leider zu oft unterschätzt. Genau hier setzen wir mit unserer Kampagne an. Wir wollen, dass alle Verkehrsteilnehmende an den schulterblick denken und diesen vor allem immer anwenden. Mit ausdrucksstarken Motiven auf großen Plakaten und Spannbändern wollen wir die Menschen für den Schulterblick gewinnen. Mit Kopfstützen-Überziehern erhöhen wir zusätzlich die Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema.“


Auch Niedersachsens Landespolizeipräsident Axel Brockmann unterstreicht die Bedeutung der Kampagne: „Vor vier Jahren startete die Radverkehrskampagne der Landesverkehrswacht. Ein Erfolgskonzept, das zu Recht fortgeführt wird. Radverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung auf Niedersachsens Straßen. Nicht nur in der Freizeit, sondern auch auf dem täglichen Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Universität oder zum Einkaufen – das Fahrrad ist aus unserem Straßen- und Mobilitätsbild schon lange nicht mehr wegzudenken.


Wo sich unterschiedliche Mobilitätsformen treffen, steigt auch das Konfliktpotenzial – und somit die Unfallgefahr. Im Jahr 2025 verloren 63 Radfahrende auf Niedersachsens Straßen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Das entspricht einer Steigerung von 28 % gegenüber dem Vorjahr (49 getötete Radfahrende) und verdeutlicht, dass Verkehrssicherheitsarbeit nicht stillstehen darf, sondern kontinuierlich fortgeführt und immer wieder neu gedacht werden muss.


Im Fokus der diesjährigen Aktualisierung der Radverkehrskampagne steht der Schulterblick. So banal er klingen mag, so wichtig ist er: denn nur wer seine Umgebung aufmerksam im Blick hat, kann auf unterschiedliche Verkehrssituationen rechtzeitig und richtig reagieren und im besten Fall dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu einem Verkehrsunfall kommt.“


Weitere Informationen zur Kampagne finden sich unter: www.mehr-miteinander.org



Text: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen

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