Lebendiges Archiv macht unsichtbare Gebäude sichtbar


SCHWACHHAUSEN. Landschaften und ihre Nutzung haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten erheblich gewandelt. Flussbegradigungen, Flurbereinigungen im Zuge der Real- und Spezialteilungen sowie der stetige Rückgang bäuerlicher Betriebe und ein soziale Veränderungen haben unsere Umgebung in dieser Zeit beeinflusst. „Der prägende Einfluss der Landschaft schwindet zwar immer mehr, dennoch finden sich erhaltenswerte Spuren der historischen Kulturlandschaft“, heißt es in diesem Zusammenhang auf dem neuen Internet-Auftritt des Lebendigen Archives „Aller-Fuhse-Aue“.


Um lokale Heimatvereine in ihren Tätigkeiten zu unterstützen, wurde auf Initiative des Regionalmanagements der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ die Projektgruppe „Lebendiges Archiv“ ins Leben gerufen. Insbesondere sollten in diesem Rahmen eine bessere Vernetzung sowie Impulse für die strukturelle und inhaltliche Arbeit der Heimatvereine entstehen.


Im Rahmen eines nun sichtbar gewordenen Projektes wurde in den Gemeinden der beteiligten Heimatvereine eine Beschilderung historischer Gebäude und Orte vorgenommen, die nicht mehr vorhanden bzw. sichtbar sind. Insgesamt 64 informationstafeln wurden alleine im Bereich der, im Landkreis Celle beteiligten, Heimatvereine konzipiert und aufgestellt. Gefördert wurde dieses Projekt im Landkreis Celle ebenfalls durch den Lüneburgischen Landschaftsverband e.V.. Darüber hinaus wurde eine neue Website eingerichtet, auf der Hinweise zu den einzelnen Informationstafeln abrufbar sind. Ebenfalls stehen dort weiterführende Details zu den beteiligten Heimatvereinen zur Verfügung.


Die Website ist über den folgenden Link abrufbar: www.lebendiges-archiv-afa.de


Gestern erfolgte in Schwachhausen die Präsentation des Projektes für alle sieben beteiligten Heimatvereine aus dem Landkreis Celle. An der historischen Kannenbank – direkt gegenüber dem ehemaligen Gutskrug – nahmen rund 60 Personen an der Veranstaltung teil.


Alleine in der Umgebung von Offensen und Schwachhausen weisen nun 20 neue Erläuterungstafeln auf denkwürdige historische Orte hin, die auf diese Weise für die Nachwelt weiterhin präsent sind. Zwei größere Informationstafeln, die jeweils zentral in den beiden Orten aufgestellt worden sind, erläutern die Standorte und Hintergründe der einzelnen Schilder und geben darüber hinaus Einblicke in die dorfgeschichtlichen Zusammenhänge.


Die neuen Informationstafeln halten sicherlich selbst für Ortsansässige noch das ein oder andere spannende historische Detail parat. Die örtliche Dorfgeschichte lebt auf diese Weise hoffentlich noch lange sehr aktiv weiter.


Text: Hendrik Altmann








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