Landkreis Celle investiert 100 Millionen Euro in Schulen und Klimaschutz
- Stefan Kübler
- vor 6 Stunden
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CELLE. Der Landkreis Celle nimmt in den kommenden Jahren insgesamt rund 100 Millionen Euro in die Hand, um mehrere Schulen zu modernisieren sowie Projekte für mehr Nachhaltigkeit umzusetzen. Das meiste Geld fließt ins Schulzentrum Burgstraße, aber auch die Oberschulen Lachendorf und Westercelle werden saniert und erweitert. „Gerade in herausfordernden Zeiten dürfen wir nicht an der Bildung sparen“, sagt Landrat Axel Flader. „Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen moderne Lernorte, die ihnen Perspektiven eröffnen und unsere Region attraktiv halten.“
Moderner Neubau für Gymnasium Ernestinum
Der größte Batzen Geld in diesem Zusammenhang ist für die Modernisierung und Erweiterung des Schulzentrums Burgstraße in Celle vorgesehen. Für 82 Millionen Euro sollen einerseits das bestehende Gebäude saniert und andererseits ein moderner Neubau für das Gymnasium Ernestinum mit rund 9000 Quadratmetern entstehen. Für die nachhaltige Energieversorgung ist eine neue Photovoltaikanlage (PV) inklusive großem Batteriespeicher geplant. Die Arbeiten sind in zwei Bauabschnitte unterteilt. Im Herbst 2029 soll alles fertig sein.

Oberschule Lachendorf bekommt neue Mensa
In Westercelle werden 10 Millionen Euro ausgegeben, um aus der ehemaligen Grundschule Nadelberg eine moderne Oberschule zu machen. Geplant ist eine energetische Sanierung mit neuer Gebäudehülle sowie PV-Anlage und Batteriespeicher. Außerdem soll es neue Verwaltungsräume, einen neuen Aufzug und moderne LED-Beleuchtung geben. Die Maßnahmen sollen 2027 abgeschlossen werden. Die Oberschule Lachendorf soll für 7,8 Millionen Euro einen 1000 Quadratmeter großen Anbau bekommen. Darin sollen neue Unterrichtsräume, eine Bibliothek, Ganztagsbereiche und ein Aufzug untergebracht werden. Kernstück wird eine neue Mensa mit 108 Sitzplätzen. Die Eröffnung ist für 2028 geplant.

Klimafreundliche Heizung für Landkreisverwaltung
Darüber hinaus setzt der Landkreis seine Klimastrategie fort und investiert in weitere Photovoltaikanlagen und Geothermieprojekte. Ein Meilenstein ist nach eigenen Angaben das große Geothermieprojekt auf dem Gelände der Kreisverwaltung. Der gesamte Standort soll ab Ende 2027 über eine leistungsstarke Wärmepumpe und ein zehn Kilometer langes Leitungsnetz klimafreundlich beheizt werden. Dadurch wird sich eine Einsparung von 1,5 Millionen Kilowattstunden Gas pro Jahr erhofft. „Die jetzt angestoßenen Projekte sind ein starkes Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises“, so Axel Flader weiter.













