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Jorczyk zum Verbrenner-Aus: "EU-Entscheidung schadet Wirtschaft und Klima"





BRÜSSEL/BERLIN/CELLE. Das #EU-Parlament hat mit knapper Mehrheit seine endgültige Zustimmung für das Aus des #Verbrennungsmotors für Neuwagen im Jahr 2035 gegeben. Ab 2035 dürfen keine Autos mit Diesel- und Benzinmotor mehr neu zugelassen werden dürfen. Ein Streitpunkt in den Verhandlungen war, ob es eine Ausnahme für Autos geben soll, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden. Diese sogenannten E-Fuels werden meist aus Wasser und CO2 unter Einsatz von Strom hergestellt. Nach der Einigung vom Oktober sollte die EU-Kommission prüfen, ob Fahrzeuge mit solchen Verbrennungsmotoren künftig doch noch zugelassen werden können. Die Bundesregierung hatte sich auf Betreiben der #FDP auf EU-Ebene dafür eingesetzt, dass E-Fuels nicht von vornherein ausgeschlossen werden. So kritisierte Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie: „Der EU-Beschluss ignoriert den immer noch mehr als mangelhaften Auf- und Ausbau der europäischen Ladeinfrastruktur.“ Auch Mark #Jorczyk, Geschäftsführer der Jorczyk Energie KG, kritisiert die Entscheidung. Eine Nicht- Anerkennung des Klimaschutzbeitrags CO2-neutraler Kraftstoffe bei Pkw und Lkw durch den Gesetzgeber werde weitreichende negative Folgen haben, warnt Jorczyk.


"Schweigen der Hersteller und Gewerkschaften spricht für sich"

Es sei ein faktisches Neuzulassungsverbot für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Mark Jorczyk: „Mit diesem de facto Verbot wird der Automobilindustrie in Deutschland erheblich geschadet!“ So führe die von der Politik ausgerufene Transformation bereits heute zu einem signifikanten Arbeitsplatzabbau sowie zu Wertschöpfungsverlusten etwa durch Standortverlagerungen der deutschen Hersteller und der Zuliefererindustrie. Deutschland droht, seinen Technologievorsprung im Automobilbereich zu verlieren, der bislang erheblich zum Wohlstand im Land beiträgt. Mark Jorczyk warnt: „Es wird ein ruinöser Wettbewerb mit deutlich günstigeren ausländischen Elektroautoherstellern über die hiesige Industrie hereinbrechen. Das Schweigen der Herstellerindustrie und der Gewerkschaften spreche für sich und ist ein Indiz dafür, dass diese auf eine üppige staatliche Subventionierung der Transformation hoffen", so Jorczyk.


"China wird durch EU-Entscheidung Spitzenplatz verteidigen"

Eine Kompensation der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze, die hierzulande durch das Verbrenner-Aus verloren gehen werden, könne es durch die Elektromobilität schon deshalb nicht geben, weil China seinen Spitzenplatz bei der E-Mobilität durch Standortvorteile wie günstige Energiepreise für die energieintensive Akkuproduktion verteidigen werde. Auch sei das Land führend bei Gewinnung und Verarbeitung der benötigten Rohstoffe.

Mit dem Neuzulassungsverbot werde gleichzeitig ausgeschlossen, dass Pkw im Bestand, die in Europa derzeit zu rund 99 Prozent über einen Verbrennungsmotor verfügen, in die Klimaschutzbemühungen einbezogen werden können. Denn, so Mark Jorczyk: „Die notwendigen globalen Investitionen in den industriellen Produktionshochlauf von E-Fuels müssen sich langfristig rentieren. Indem die Politik die zukünftige Anwendung im Pkw ausschließt, werden angesichts eines somit schrumpfenden Fahrzeugbestands Investitionen verhindert. Europa sollte Vorbild für die Welt bei der Nutzung CO2-neutraler Kraftstoffe werden, anstatt diese regulatorisch unattraktiv zu machen", so Jorczyk weiter. Ohne den Produktionshochlauf von E-Fuels für den Straßenverkehr sei auch die Defossilisierung des Flugverkehrs sowie der Schifffahrt wirtschaftlich nicht attraktiv, denn diese Kraftstoffe würden als Nebenprodukte bei der Koppelproduktion von Benzin und Diesel, egal ob auf fossiler oder synthetischer Basis, gewonnen.

Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bei schweren Nutzfahrzeugen weltfremd

Als völlig weltfremd beurteilt Jorczyk den ebenfalls vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission zur CO2-Flottenregulierung von schweren Nutzfahrzeugen. Dieser sieht eine CO2-Emissionsreduktion um 90 Prozent bis zum Jahr 2040 vor, als Zwischenziele wurden 45 Prozent Minderung bis 2030 und eine Absenkung um 65 Prozent bis 2035 definiert. Da bei den schweren Nutzfahrzeugen vom Gesetzgeber ebenfalls nur die CO2-Emissionen am Auspuff betrachtet werden, fallen E-Fuels auch hier als Klimaschutzoption aus.


„All-electric im Nutzfahrzeugbereich funktioniert noch nicht mal auf dem Papier"

„All-electric im Nutzfahrzeugbereich funktioniert noch nicht mal auf dem Papier und wird es erst recht nicht in der Praxis“, ist Jorczyk überzeugt. So fehlen praxistaugliche Lösungen zur Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge, eine dichte EU-weite Ladeinfrastruktur mit Megawatt-Ladeparks sowie ausreichende Mengen grünen Stroms. „Der Schwerlasttransport auf der Straße ist unverzichtbar für den Güter- und Warenverkehr in Europa und damit die Basis für den europäischen Binnenmarkt. Wer das aufs Spiel setzt, obwohl synthetische sowie biogene Kraftstoffe auch in diesem Bereich eine klimafreundliche Lösung darstellen könnten, legt bewusst die Axt an den Wohlstand in der Europäischen Union", mahnt Jorczyk abschließend.

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