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Johanniter-Weihnachtstrucker kehren zurück | Video und Fotogalerie




HANNOVER/CELLE. Nach fünftägigem Einsatz kehrten die 15 Johanniter-#Weihnachtstrucker des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen heute Mittag erschöpft, aber gesund wieder zurück.


In der Vorweihnachtszeit hatten die #Johanniter in Niedersachsen und Bremen Schulen, Kindergärten, Vereine, freiwillige Feuerwehren und Firmen sowie Privatleute aufgerufen, #Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln sowie einem kleinen Geschenk für Kinder zu packen und in den Dienststellen der #Hilfsorganisation abzugeben (CELLEHEUTE berichtete).

„Wir freuen uns, dass unsere Hilfe für die Menschen in der Ukraine im rumänischen Bistritz angekommen ist. Und wir freuen uns umso mehr, dass alle Johanniterinnen und Johanniter gesund aus dem Einsatz wieder zu ihren Familien zurückgekehrt sind“, sagt Hannes Wendler.

Über das Logistikzentrum in Bistritz seien bereits seit Anfang des Ukraine-Krieges über 40 Johanniter-Hilfstransporte in die Ukraine gestartet. Langjährige Partner wie das Deutsch-Ukrainische Forum organisieren zusammen mit den Johannitern den Transfer der Hilfsgüter innerhalb der Ukraine. Über Bistritz gelangenjetzt die Weihnachtstrucker-Pakete etwa nach Odessa, Poltawa, Kiew, Schytomyr oder Iwano-Frankiwsk. Zur Verteilung der Pakete werden die Johanniter auf die bestehenden ukrainischen Logistikketten zurückgreifen.


In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertages waren die Helferinnen und Helfer in Wunstorf (Region Hannover) in Richtung Rumänien aufgebrochen. Mit drei vollgepackten Lkw und zwei Begleitfahrzeugen hatte der Konvoi am Dienstag nach 36-stündiger Fahrt den Zielort in Bistritz erreicht. Nach der dringend nötigen Nachtruhe konnten die #Hilfsgüter im Logistikzentrum umgeladen werden, sodass die erste Ladung sofort weiter in die #Ukraine nach Kiew transportiert werden konnte. Danach unterstützten die Johanniter aus Niedersachsen/Bremen spontan noch die Kollegen vom Weihnachtstrucker aus Landshut, die eine Verteilaktion in einer Romasiedlung rund 40 Kilometer vom rumänischen Dej entfernt organisiert hatten.





"Es ist eine ganz andere Welt"

Dabei hätten die Ehrenamtlichen viele Eindrücke mitgenommen. „Es ist eine ganz andere Welt, eine ganz andere Lebensrealität und Mentalität“, erzählt Christoph te Uhle aus #Celle. Hans-Georg Eggert aus Stade berichtet von emotionalen Begegnungen mit den Bewohnenden aus dem Dorf. Viele der Bedürftigen seien den Helfern aufgeschlossen und freundlich gegenübergetreten. Helferin Jessica Jahn aus Wunstorf fasst es zusammen: „Eine krasse Erfahrung, die ich sicherlich nicht vergessen werde.“ Letztlich sei es auch infrastrukturell eine andere Welt und nicht mit westeuropäischen Maßstäben vergleichbar, zum Beispiel mit Blick auf Hygienestandards und sanitäre Anlagen.

Wochenlang hatten die Ehrenamtlichen in Niedersachsen und Bremen für die Aktion gesammelt. Insgesamt wurden 4623 Pakete im Landesverband Niedersachsen/Bremen gesammelt, 3960 Pakete sind direkt mit dem Konvoi auf die Reise via Bistritz in die Ukraine geschickt worden. Über weitere 5000 Pakete werden in den kommenden Wochen noch gefahren. Zusätzlich wurden über 1000 virtuelle Pakete online aus der Bevölkerung im Gebiet Niedersachsen und Bremen gepackt.


„Wir haben tatkräftige Unterstützung erhalten. Alle Beteiligten haben sich mit viel Herzblut eingebracht und die Hilfe erst möglich gemacht“, sagt Konvoileiter Christian Hoffer (Wunstorf). Der 41-Jährige gehört zum 15-köpfigen Konvoiteam, dessen Mitglieder aus den Ortsverbänden Stade, Celle, Salzgitter, Wunstorf-Steinhuder Meer und Oldenburg stammen.


„Wir sagen von ganzem Herzen Danke! Das Projekt Weihnachtstrucker ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Mein Dank geht an alle Paketpackenden in Niedersachsen und Bremen und all diejenigen, die sich auf die ein oder andere Art und Weise eingebracht und unterstützt haben. Zudem geht mein Dank an die ehren- wie hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen in den Johanniter-Verbänden, die alles vorbereitet haben. Und ganz besonders an die 15 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer, die die so nötige Hilfe für die Ukraine nach Rumänien gebracht haben, obwohl sie vielleicht gern noch mit ihrer Familie Weihnachten gefeiert hätten. Auch diesen gilt unsere Anerkennung für den Rückhalt, den sie den Ehrenamtlichen für das Projekt schenken“, würdigt Landesvorstand Hannes Wendler die besondere Arbeit.


Da der Weihnachtstrucker auch 2023 wieder auf Tour gehen möchte, können Hilfswillige das Projekt das ganze Jahr über mit Spenden unterstützen. Diese sind möglich unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker oder direkt über folgendes Konto: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.; IBAN: DE98 3702 0500 0004 3100 18, BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Weihnachtstrucker.


Fotos / Video: Johanniter-Medienservice Niedersachsen-Bremen

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