Hurra, ich lebe!: Fachtag für Resilienz und Handlungs(Spiel-)räume der Psychologie
- Extern
- vor 6 Minuten
- 3 Min. Lesezeit

CELLE. Mit mehr als 800 Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet ist der Resilienz-Fachtag „Hurra, ich lebe!“ 2026 der größte Fachkongress seiner Art in Niedersachsen. Celle wurde damit am Mittwoch, den 25. Februar 2026 erneut zu einem zentralen Treffpunkt für Fachkräfte aus Psychologie, Pädagogik, Therapie, Beratung, Führung, Verwaltung und sozialen Arbeitsfeldern.
Konzipiert und organisiert wird der Fachtag seit drei Jahren durch das Team der CD-Kaserne gGmbH, in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit der Congress Union Celle als zusätzlichem Veranstaltungsort.
„Resilienz bedeutet nicht nur Widerstandskraft, sondern Gestaltungskraft. Es geht darum, Menschen wieder in ihre eigene Handlungsfähigkeit zu bringen“, betonen Kai Thomsen und Sinja Jaskulla, die den Fachtag gemeinsam konzipiert haben. „Die enorme Resonanz zeigt, wie groß der Bedarf an Orientierung, Austausch und wirksamen psychologischen Konzepten ist.“
Der Fachtag war bereits Wochen im Voraus ausgebucht. Ein deutliches Signal für die wachsende gesellschaftliche Bedeutung psychischer Gesundheit und professioneller Resilienzförderung. Für die CD-Kaserne als kultureller und gesellschaftlicher Veranstalter ist das Format weit mehr als eine Fachveranstaltung: Es ist ein bewusst gesetzter Impuls für eine Gesellschaft, die psychische Gesundheit, Dialogfähigkeit und menschliche Entwicklung als zentrale Zukunftsaufgaben versteht.
Wissenschaftliche Fundierung trifft Praxisnähe
Inhaltlich verband der Fachtag wissenschaftliche Exzellenz mit unmittelbarer Anwendbarkeit. In den Hauptvorträgen setzten renommierte Persönlichkeiten prägnante Impulse:
Cordula Stratmann zeigte eindrucksvoll, wie Selbstführung, Humor und psychologische Klarheit dazu beitragen können, auch in herausfordernden Zeiten innerlich stabil und handlungsfähig zu bleiben.
Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry verdeutlichte, wie Motivation, Sinnorientierung und positive Emotionen als wissenschaftlich belegte Schutzfaktoren wirken – und warum Positive Psychologie weit mehr ist als optimistisches Denken.
Oliver Haas richtete den Blick auf resiliente Organisationen und machte deutlich, dass Zukunftsfähigkeit dort entsteht, wo psychologische Sicherheit, Flexibilität und bewusste Führung zusammenwirken.
Am Nachmittag entfaltete sich die thematische Vielfalt in zahlreichen Workshops. Die Bandbreite reichte von konkreten PERMA-Interventionen im pädagogischen Alltag über hypnosystemische Perspektiven in Führung und Beratung bis hin zu kreativen Methoden im Umgang mit Selbstzweifeln, Ängsten und inneren Blockaden. Themen wie wertschätzende Kommunikation, Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit im Berufsalltag oder resiliente Teamkulturen zeigten eindrucksvoll: Resilienz ist kein isoliertes Konzept, sondern ein zentrales Querschnittsprinzip – wirksam in Bildung, Therapie, Organisationen und gesellschaftlichem Zusammenleben.
Zwischen den Programmpunkten entstanden intensive Austauschmomente, neue Vernetzungen und nachhaltige fachliche Impulse. Viele Teilnehmende beschrieben den Tag als inspirierend, stärkend und unmittelbar wirksam für ihre berufliche Praxis. Genau diese Verbindung aus fachlicher Tiefe, Praxisnähe und einer besonderen Atmosphäre macht den Charakter von „Hurra, ich lebe!“ aus.
Mit der dritten Durchführung hat sich der Fachtag weit über die Landesgrenzen hinaus etabliert. Celle ist damit zu einem wichtigen Ort für systemische und hypnosystemische Resilienzarbeit in Norddeutschland geworden. Der Fachtag verbindet wissenschaftliche Fundierung, praktische Anwendbarkeit und menschliche Begegnung und schafft einen Raum, in dem neue Perspektiven für eine resiliente Gesellschaft entstehen können.
Der nächste Resilienz-Fachtag „Hurra, ich lebe!“ findet am 24. Februar 2027 erneut in der Congress Union und der CD-Kaserne Celle statt.
Als Referenten sind bereits bestätigt:Der international renommierte Psychiater und Autor Ben Furman, dessen Buch „Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben“ weltweit große Verbreitung gefunden hat, sowie der Arzt und Psychotherapeut Dr. med. Michael Bohne, Entwickler der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP®) – einem der einflussreichsten Ansätze zur Arbeit mit Selbstwert und emotionaler Selbstregulation.
Die Anmeldung ist ab sofort geöffnet. Aufgrund der großen Nachfrage empfehlen die Veranstalter eine frühzeitige Buchung.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://resilienztagung.de/
Text: CD-Kaserne













