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"Gute Nacht Celle" - Bei Stromausfall "Pläne in Arbeit"


Foto: CH



CELLE. "Auf die Gefahren eines längeren Stromausfalls sind die Kommunen durch das Land in den vergangenen Monaten hingewiesen worden", heißt es aus dem Niedersächsischen Innenministerium, aber so richtig gerüstet scheint man dort nicht zu sein. Auch der Niedersächsische Landkreistag kritisiert: "Es mangelt an zentralen Vorgaben seitens des Landes." Bereits Anfang Oktober fragte CELLEHEUTE bei Stadt und Landkreis und den Organisationen mit Sicherheitsaufgaben nach - die Antworten kamen teils schleppend, oft mit Verweis auf "Zuständigkeiten anderer Behörden."


Grundsätzlich zuständig für den Katastrophenschutz seien die Landkreise und kreisfreien Städte. Zur Vorbereitung auf mögliche Stromausfälle habe es im Innenministerium in den vergangenen Wochen "Workshops und Dienstbesprechungen gegeben", aber noch keine konkreten Pläne.


Mobile Tankanlagen für 2023 erwartet

Der Landkreis Celle verwies hier zunächst an Rettungsdienst und Feuerwehr direkt, die uns zurück zum Landkreis schickten. Der bestätigte nunmehr: "Für den Rettungsdienst sind wir vorrangig zuständig, nur die Feuerwehren sind Gemeindesache. Das Land wird im Rahmen des Katastrophenschutzes jedem Landkreis eine mobile Tankanlage (Anhänger) über rund 1.000 Liter Diesel zur Verfügung stellen, um für solche Fälle zumindest eine Reserve zu haben. Die Zuführung wird 2023 erwartet. Außerdem sind Pläne auf Landesebene in Arbeit, die das Szenario 'Trinkwasserversorgung, Stromausfall; Tanklogistik etc.' behandeln sollen. Die konkrete Versorgung wird dann Aufgabe der Landkreise sein."


Kreisfeuerwehrsprecher Olaf Rebmann führt aus: "Da die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr bei den Städten und Kommunen liegt, ist der Weg über die zuständigen Rathäuser zu empfehlen." Die Feuerwehren seien nur ein Teil dieser Gefahrenabwehr und werden in ihren jeweiligen Städten und Kommunen den örtlichen Gegebenheiten entsprechende vorgehalten. "Die Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten sind nicht immer deckungsgleich", so Rebmann.


Die Polizei Niedersachsen bereite sich "auch unabhängig von konkreten Anlässen auf verschiedenste Einsatzlagen vor und ist auch im Falle eines möglichen Stromausfallszenarios weiterhin einsatzfähig", versichert die für Celle zuständige Polizeidirektion Lüneburg.


"Zu konkreten Maßnahmen keine Auskunft möglich"

"Zu dem Bestand der Polizei Niedersachsen zählen unter anderem Notstromaggregate, die im Bedarfsfall jederzeit eingesetzt werden können. Darüber hinaus befinden sich weitere mobile Aggregate sowie mobile Treibstofftanks in der Beschaffung. Im Falle einer mangelnden Treibstoffversorgung besteht die Möglichkeit, dass die Polizei auf vorhandene Bundesreserven zurückgreifen kann. Zu konkreten polizeilichen Schritten und Maßnahmen im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls werden aus einsatztaktischen Gründen keine näheren Auskünfte gegeben", heißt es.


Die Stadt Celle sei laut Sprecherin Claudia Krause noch in der Findungsphase, hieß es vor einem Monat. Wenn konkrete Ergebnisse vorliegen, wolle man sich melden.











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