Grüne wollen "Pop-up-Radwege" an Baustellen


Radweg Celle
Radweg in Celle. Foto: Peter Müller/Archiv

„Radfahrende absteigen." In den Zeiten einer vom Oberbürgermeister laut postulierten Radoffensive wirke die Verkehrsregelung in der Sprengerstraße wie ein Schildbürgerstreich, stellen Johanna Thomsen und Bernd Zobel, Ratsmitglieder der Grünen aus dem Hehlentor, fest. Seit Wochen sei der Fußweg gesperrt und die Fußgänger würden über den Radweg geführt. Radfahrende sollen sich, das Rad schiebend, den Fußweg mit den Fußgängern teilen. Die längsseitigen PKW-Parkplätze bleiben unangetastet. Die grüne Stadtratsfraktion setzt sich eigenen Angaben zufolge dafür ein, bei längerfristigen Baumaßnahmen, bei denen Fuß- und Radverkehr massiv eingeschränkt werden, Pop-up-Radwege für Radfahrende an den Baustellen einzurichten.


„Der im neuen Rat wieder eingereichte Antrag wurde von der Verwaltung gleich wieder kassiert mit der Begründung, dies sei Aufgabe der laufenden Verwaltung“, kritisiert Ratsfrau Juliane Schrader, die auch den Ausschuss für Klima, Umwelt, Verkehr und technische Dienste leitet. "Wenn das die Auffassung des Oberbürgermeisters im Rahmen seiner Fahrradoffensive ist, dann hat die Verwaltung ihre Priorisierung ausschließlich zu Gunsten der PKW gewählt. Sogar die Parkplätze haben Vorrang“, so Schrader.


Thomsen und Zobel weisen abschließend darauf hin, „dass beim ADFC-Klimatest 2020 Celle für die Benotung der Führung an Baustellen die Schulnote 4,6 bekam. Leider hat sich daran nicht viel geändert.“

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