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„Gezeichnete“: Ulrike M. Schröter zeigt Porträts von im Nationalsozialismus deportierten Kindern im Oberlandesgericht Celle

9. Okt.
2 Min. Lesezeit
Foto: Ulrike M. Schröter
Foto: Ulrike M. Schröter

CELLE. Ausstellungseröffnung am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, in Kooperation mit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten. Die Künstlerin Ulrike M. Schröter zeigt Porträts von deportierten Kindern aus Bergen-Belsen und Auschwitz im Oberlandesgericht Celle. Die Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten wird am Montag, 9. November 2026, um 10 Uhr eröffnet. Es ist der Jahrestag der Reichspogromnacht, in der 1938 im nationalsozialistischen Deutschland gezielte Gewaltakte gegen die jüdische Bevölkerung verübt wurden. Zur Eröffnung sind Besucherinnen und Besucher, aber auch Schulklassen eingeladen.


Die Braunschweiger Künstlerin Ulrike M. Schröter zeichnet Bilder von Kindern, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt und in Konzentrationslager deportiert wurden. Viele dieser Kinder wurden dort ermordet. Grundlage der Zeichnungen sind Fotografien aus den Archiven der Gedenkstätten Bergen-Belsen und Auschwitz. Soweit die Informationen verfügbar sind, gibt es zu jeder Zeichnung kurze biografische Angaben.


Einen Großteil der Werke mit Bezug zu Bergen-Belsen zeigt die Künstlerin erstmals öffentlich. Seit Sommer 2025 beschäftigt sich Ulrike M. Schröter künstlerisch mit diesen Kindern, zu denen in den vergangenen Jahren in der Gedenkstätte Bergen-Belsen intensiv geforscht wurde. Die dabei entstandene Sammlung mit Biografien und Fotos der Kinder nutzte die Künstlerin in Teilen für ihre Arbeit.


Zunächst begann sie Porträts von Kindern zu zeichnen, die auf der Website der Gedenkstätte Auschwitz gezeigt wurden. Dabei existierte nach deren Ermordung häufig kaum ein Zeugnis der Kinder – manchmal war es nur ein Foto, das im Koffer eines Ermordeten in Auschwitz gefunden wurde. Ihr Werk bezeichnet Ulrike M. Schröter deswegen als „Zeichnen für das Erinnern“.


Unter diesem Titel wird die Künstlerin zur Ausstellungseröffnung einen Einblick in ihre Arbeit geben. Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle, Stefanie Otte, und einer Einführung durch die Geschäftsführerin der Stiftung, Dr. Elke Gryglewski, spricht zudem die Historikerin Diana Gring über Kinder als Häftlinge in Bergen-Belsen und Auschwitz.

Die Ausstellung

„Gezeichnete“

wird am Montag, 9. November 2026, um 10 Uhr eröffnet.

 

Die Kunstausstellung ist im Anschluss bis zum 30. Dezember 2026 von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr zu sehen.


Wenn Sie gern die Eröffnung der Ausstellung besuchen möchten, bittet das Oberlandesgericht Celle um eine Anmeldung vorab per E-Mail an OLGCE-PoststelleKunstausstellung@justiz.niedersachsen.de.


Text: Oberlandesgericht Celle

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