Gewalt hat keinen Platz – Gemeinsam stark am 25. November
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- 18. Nov. 2025
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CELLE. Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, dem 25. November 2025, setzen die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Celle gemeinsam mit der Bäckerinnung, vertreten durch Anja Misch und Dirk Wrogemann, ein starkes öffentliches Zeichen gegen häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt.
In zahlreichen Bäckereien im Stadt- und Kreisgebiet werden über 40.000 Brötchentüten verteilt, die die Botschaft „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ tragen und gleichzeitig über regionale Hilfsangebote informieren. Auch Landrat Axel Flader und Oberbürgermeister Jörg Nigge nehmen das Thema ernst und stehen hinter der Aktion.
Evelyn Hollmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Celle, betont: „Jede Form von körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt gegen Frauen ist ein klarer Bruch von Würde und Recht und absolut inakzeptabel!“.
"Für uns als Gleichstellungsbeauftragte ist und bleibt es ein zentrales Anliegen, regelmäßig auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Gerade aktuell, wo die Zahlen leider wieder ansteigen", ergänzt Afshan Ahmed, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Celle.
Laut dem aktuellen Lagebild des Bundeskriminalamts wurden im Jahr 2024 bundesweit 265.942 Menschen Opfer häuslicher Gewalt, ein Anstieg von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Täter sind überwiegend Männer, die Opfer überwiegend Frauen.
Rund 71 Prozent der Betroffenen waren weiblich, 76 Prozent der Tatverdächtigen männlich, und viele Fälle bleiben ungemeldet, sodass die Dunkelziffer hoch ist. Gewalt gegen Frauen wird in allen gesellschaftlichen Gruppen und Bereichen des täglichen Lebens von Männern ausgeübt. Sie ist tief in patriarchalen Strukturen verankert und hat weitreichende Folgen für das Leben von Frauen sowie die gesamte Gesellschaft.
Die UN Women Deutschland stellt in der Kampagne Orange the World 2025 jene Gewalt in den Fokus, die Frauen und Mädchen täglich in der Öffentlichkeit erleben – auf der Straße, am Arbeitsplatz oder in der digitalen Welt. In Deutschland kommt es fast jeden Tag zu einem Femizid, alle zwei Tage tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin, 63 Prozent der politisch engagierten Frauen erfahren digitale Gewalt und 90 Prozent der jungen Frauen empfinden starke bis extreme Angst, wenn sie nachts unbekannten Männern begegnen.
Betroffene können sich sowohl an die Gleichstellungsbeauftragten ihrer Kommunen, als auch anonym und kostenfrei an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016 oder an das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ unter 123 9900 wenden.
Informationen zu regionalen Unterstützungsangeboten finden sich zudem auf den Homepages der Stadt Celle und des Landkreises Celle.
Text: Gleichstellungsbüro














