Geplante Vernetzungsstelle gegen Rechtsextremismus bisher nicht realisiert


Marlies Petersen. Foto: Christian Ehlers

CELLE/ESCHEDE. „Im Landkreis Celle gäbe es kein Problem mit Extremismus. Nur in Eschede gibt es ein Schulungszentrum der NPD“. So begründete die Kreistags-CDU im vergangenen Jahr die Ablehnung der Vernetzungsstelle gegen Rechtsextremismus“, erinnert sich die Marlies Petersen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende des Klimabündnis' im Kreistag Celle. Und ergänzt: „Diesem Irrglauben widersprechen wir immer noch.“


Nach der Ablehnung im Kreistag habe es einen weiteren Anlauf gegeben, die Stelle zu installieren. Das Bündnis gegen Rechtsextremismus habe 2020/21 mit der Gemeinde Eschede und dem Landkreis Celle versucht, über Fördermittel eine Stelle einzurichten. Seitens des Verfassungsschutzes sei mitgeteilt worden, dass bis dato kein Träger gefunden wurde.


„Wir werden dieses Ergebnis nicht stehen lassen und setzen uns für kurzfristige Lösung ein“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Christian Ehlers. „Aus anderen Orten wird ebenfalls Interesse an einer solchen Beratungsmöglichkeit gezeigt. Rechtsextremes Gedankengut ist nicht nur auf dem NPD-Hof zu finden, sondern im gesamten Kreisgebiet. Deshalb ist eine solche Stelle eine wichtige Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeit für alle Bürger*innen.“


"Für den 18. und 19. Dezember hat die NPD wieder öffentlich zu einer Sonnenwendfeier eingeladen, das Problem bleibt! Es wird Zeit nicht nur zu reagieren sondern präventiv zu denken und zu handeln", so Petersen und Ehlers.

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