Gemeinde Südheide erhält Speziallöschfahrzeug


Foto: Daniel Schulz

BONSTORF. Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am 1.4.2022 die ersten Fahrzeuge an die Landeseinheiten zur Vegetationsbrandbekämpfung übergeben (CELLEHEUTE berichtete). Am Standort des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle-Scheuen übergab Pistorius vier Tanklöschfahrzeuge vom Typ „CCFM 3000“, drei Kommandowagen sowie einen Gerätewagen-Logistik. Eines dieser CCFM 3000 „Niedersachsen“ ist ab sofort in der Gemeinde Südheide, bei der Feuerwehr Bonstorf stationiert.

An die Bewerber für diese GFFF-V Einheiten wurde laut Angaben der Feuerwehr Südheide ein besonders Anforderungsprofil erstellt. So musste für jedes Mitglied der Einheit, zum Beispiel die Einverständniserklärung des Arbeitsgebers, dass die Einsatzkraft für längerfristige Einsätze zur Verfügung steht, im Vorhinein vorliegen. Grundkenntnisse in Englisch müssen vorhanden sein und jedes Mitglied der Einheit muss Atemschutzgeräteträger sein. Neben den Einsätzen der GFFF-V-Einheit, wird das Fahrzeug in den „normalen“ Einsatz -und Dienstbetrieb der Feuerwehr Bonstorf, bzw. der Gemeinde Südheide integriert sein. Das Fahrgestell für das TLF kommt von Renault und ist hochgeländegängig. Der Aufbau stammt von Iturri. Es wird von einem 280 PS starken Dieselmotor angetrieben. Sie verfügen über permanenten Allradantrieb, Differentialsperren sowie ein manuelles Schaltgetriebe mit Untersetzung.


Die CCFM 3000 „Niedersachsen“ besitzen eine zulässige Gesamtmasse von 14.000 Kilogramm. 6,5 Meter beträgt die Länge, 2,4 Meter die Breite und 3,08 Meter die Höhe bei einem Radstand von 3,5 Meter. Die Wattiefe beträgt 0,7 Meter. Vier Einsatzkräfte (1/3) plus eine weitere auf einem Notsitz finden in dem Fahrzeug Platz. In der Kabine befindet sich eine Atemluftversorgung mit fünf Atemanschlüssen.


Der Löschwassertank fasst 3.000 Liter, der Schaummitteltank 80 Liter. Im offenen Heck ist eine FPN 10-2000 mit Pump & Roll-Möglichkeit montiert. Auch eine Druckzumischanlage (48 l/min) ist an Bord. Löschmittel kann über eine 60-Meter-Schnellangriffshaspel, eine 120-Meter-Langdinstanzhaspel und einen elektrisch gesteuerten Frontmonitor abgegeben werden. Zur Ausstattung der Waldbrand-TLF zählen außerdem manuelle Reifendruckregelung, Kamerasystem mit Rundumüberwachung, Klimaanlage, thermischer und mechanischer Schutz für Leitungen und Schläuche, Rollover-Protection-System, Selbstschutzanlage mit separatem Wassertank (500 Liter) und separater Pumpe sowie Selbstschutzsystem zur Überwachung relevanter Daten. Die Beladung enthält neben Schlauchmaterial und Armaturen unter anderem Löschrucksäcke, eine Motorkettensäge und eine Wärmebildkamera.

Neben den Fahrzeugen werden die Einsatzkräfte der Module mit persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet. Dazu gehören unter anderem Helm, Brille, Nackenschutz, Flammschutzhaube, Handschuhe, ein Sonnenschutzhut sowie jeweils eine Jacke und eine Hose, die speziell auf die Anforderungen der Vegetationsbrandbekämpfung angepasst sind.

Im Landkreis Celle sind weitere Fahrzeuge der GFFF-V Einheit in Celle (Hauptwache), Wietze, sowie im Heidekreis in Essel, Wietzendorf und an der FTZ Schneeheide stationiert und bilden zusammen eine Einheit.


Text: Daniel Schulz


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