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Gedenktag der Luftwaffe: Fliegerhorst Faßberg blickt zurück auf seine Geschichte

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit
Hauptwache-Historischen Bild der Kasernenzufahrt. Foto: Bundeswehr
Hauptwache-Historischen Bild der Kasernenzufahrt. Foto: Bundeswehr

FASSBERG. Der Gedenktag der Luftwaffe wurde im Jahr 2024 vom damaligen Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, ins Leben gerufen. An diesem Tag soll den im Dienst verwundeten oder getöteten Kameraden gedacht und sich mit der Tradition dieser Teilstreitkraft auseinandergesetzt werden. In diesem Jahr feierte die Luftwaffe zugleich ihr 70-jähriges Bestehen.

Der Fliegerhorst Faßberg mit seiner wechselvollen Geschichte bietet für diese Anlässe einen würdigen Rahmen.


Nachdem im vergangenen Jahr erstmals der Gedenktag der Luftwaffe durch das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe durchgeführt worden war, wurde in diesem Jahr, am 24. September 2026, die Fachschule der Luftwaffe (FSLw) mit der Durchführung am Standort Faßberg beauftragt.

Der Kommandeur der FSLw, Oberstleutnant Richard Meyer zum Felde, lud den zweiten Durchgang Basisbefähigung Offiziere militärischer Fachdienst 2026 mit vier Hörsälen sowie unsere Bürgermeisterin Kerstin Speder mit vier Gemeindevertretern zu einem historischen Rundgang mit sechs Stationen auf dem Kasernengelände ein. Anhand spannender historischer Fakten und bislang vergessener Anekdoten wurden interessante und teilweise kuriose Geschichten aus den vergangenen 70 Jahre des Fliegerhorstes vermittelt.


Menschen in Uniform in leerem Schwimmbecken
Besichtigung alte Schwimmhalle. Foto: Bundeswehr

Die Gemeindevertreter erhielten zudem durch den Kommandeur der FLSw noch eine Führung durch den Luftschutzraum des Gebäudes 55 und Übungsgefechtsstand in der alte Truppenküche.

Im Anschluss wurden die Gespräche bei kalten Getränken und einem Imbiss vertieft.


Text: Oberstleutnant Robert Schmidt


Der Flugplatz Faßberg bestand bereits vor Gründung der Bundeswehr. Der historische Rundgang führte daher zunächst in das Jahr 1956 zurück – in eine Zeit, in der mit der Übernahme der Liegenschaft durch die Luftwaffe zugleich die Grundlagen für den späteren Standort Faßberg gelegt wurden. Eine besondere Bedeutung kam dabei neben dem Flugbetrieb der Bedeutung Faßbergs als Ausbildungsstandort zu. Die Aufstellung der Offizierschule der Luftwaffe am Standort wurde dabei stellvertretend thematisch aufgegriffen:


Menschen in Uniform auf Feld
Fliegenlernen und Flugplatzrennen – beides vereint auf der Flight. Foto: Bundeswehr

15. September 1956, Offizierschule der Luftwaffe:


Auf dem Fliegerhorst Faßberg in Niedersachsen versammeln sich 241 junge Männer, der erste Offizieranwärterlehrgang der neuen Luftwaffe. Faßberg ist zunächst ein Provisorium, doch hier beginnt etwas, das die Luftwaffe später prägen wird: eine demokratische Offiziersausbildung. Die neuen Offiziere sollen anders sein: keine blinden Befehlsempfänger, sondern Staatsbürger in Uniform. Das Konzept heißt Innere Führung und bildet bundeswehrweit die Grundlage für die Offizierausbildung – so auch bei der Luftwaffe in Faßberg. Die Bedingungen sind einfach: provisorische Unterkünfte, wenig Material, eine Ausstattung die an die Nachkriegszeit erinnert. Ein Lehrgangsteilnehmer von 1956 erinnert sich: „Wir saßen in kalten Baracken und diskutierten über Demokratie und Verantwortung. Das war neu.“


Neben der früheren Offizierschule der Luftwaffe wurden unter anderem auch das ehemalige Horstkino und die alte Schwimmhalle und die Flugplatzrennen (Dt. Meisterschaft im Rallyefahren) thematisiert. Die Besichtigung der Schwimmhalle in Kleingruppen stellte dabei ein besonderes Highlight dar.

Die Gemeindevertreter erhielten zudem durch den Kommandeur der FLSw noch eine Führung durch den Luftschutzraum des Gebäudes 55 und Übungsgefechtsstand in der alte Truppenküche.

Im Anschluss wurden die Gespräche bei kalten Getränken und einem Imbiss vertieft.




Text: Oberstleutnant Robert Schmidt

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