Freiheit, Wahrheit, Schönheit - und Liebe: "Unsterbliche Träume" auf der Bühne des Christian-Gymnasiums
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CELLE. Bunt und turbulent ist es auf der Bühne der Christian-Gymnasiums zugegangen, als die Theater-AG ihr diesjähriges Stück aufführte. Trotz der effektreichen Inszenierung ging es bei "Unsterbliche Träume" aber nicht um oberflächliche Unterhaltung, sondern um große Themen.
Das von den AG-Leiterinnen Constanze Wohlfahrt und Beate Zähle adaptierte Stück basiert auf dem 2001 erschienenen Film "Moulin Rouge" von Buz Luhrmann. Es handelt von dem jungen Poeten Christian, der sich in die Tänzerin Satine verliebt. Die liebt ihn zwar auch, ist aber dem Duke of Monroth versprochen, dem Mäzen des Varietés, für das sie arbeitet, und auf dessen Erhalt viele ihr nahestehende Menschen finanziell angewiesen sind. Darüber hinaus hütet Satine ein Geheimnis: Sie ist unheilbar krank und wird bald sterben.
In "Unsterbliche Träume" geht es um weit mehr als um eine Liebesgeschichte im Gewand einer an ein echtes Varieté erinnernden Inszenierung. Thematisiert werden das Spannungsverhältnis zwischen individueller Freiheit und finanzieller Abhängigkeit, die Verantwortung für andere vor dem Hintergrund eigener Wünsche und letztlich der Umgang mit dem Tod. Nichtsdestotrotz gab es an diesem Theaterabend auch viel zu sehen: Zahlreiche Tanzchoreografien wechselten mit dramatischen Szenen und Monologen - die 16 Akteur:innen lieferten ebenso anspruchsvolle wie glänzende Leistungen - und Bühnenbild, Kostüme und Maske sowie Lichttechnik waren von den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften derart stimmig gestaltet worden, dass die zahlreich erschienenen Gäste geradezu in die Glitzerwelt des Showbusiness hineingezogen wurden. Die ihnen zugedachte Rolle erfüllten auch sie engagiert: Sie applaudierten frenetisch, wie es sich für das Publikum einer außerordentlich gelungenen Aufführung gehört.
Bild und Text: Sebastian Salie














