Festwochenende mit Folgen: Ortsvorsteher muss im Bienenkostüm zum Müdener Markt


Foto: Jan Kramer

MÜDEN/ÖRTZE. Das Festwochenende ist vorbei und Müden wirft einen Blick zurück. Nach dem Dorfabend am Freitag (CELLEHEUTE berichtete) startete der Sonnabend am Mittag als Familien-Tag mit dem bekannten „Spiel ohne Grenzen“ am Heidesee, dass der MTV Müden gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Müden ausgetragen hat. Hier gab es viele Spiele für die Kinder und bei sommerlichem Wetter hatten diese viel Freude beim Spiel.


Am späten Nachmittag füllte sich der Platz zwischen der St. Laurentiuskirche und den alten Höfen, denn es stand die feierliche Enthüllung des „Erinnerungssteins - Müden 2022“ auf dem Programm. Faßbergs Bürgermeisterin Kerstin Speder begrüßte die Gäste und hob hervor, dass es sich bei diesem Stein um einen Findling handeln würde, der nun für die nächsten Tausend Jahre an die ersten 1000 Jahre erinnern soll. „Der Stein ist ohne Ecken und Kanten und somit eine runde Sache“, sagte die Bürgermeisterin und wünschte dem Dorf eine friedvolle Zukunft.


Müdens Ortsvorsteher Volker Nickel erinnerte daran, dass dieser Findling aus der Steinzeit sicherlich viele Millionen Jahre alt sei und hier am Dreieck der alten Höfe und der St. Laurentiuskirche einen guten Platz gefunden habe. Nun ging er auf die Geschichte ein, wie der Findling vom Ferienpark Heidesee im Kieselgur nach Müden gekommen war und dankte allen, insbesondere den heimischen Firmen, die mit schwerem Gerät vorgefahren waren, um das etwa zehn Tonnen schwere „Steinchen“ vom Heidesee an Ort und Stelle zu bringen. Darüber hinaus galt sein Dank allen Helfern, die zum Gelingen des Vorhabens beigetragen hatten. Auch die Gastbürgermeister von der Mosel und der Aller ließen es sich nicht nehmen, bei der feierlichen Enthüllung dabei zu sein, um dieses würdige Denkmal an seinem Platz der Öffentlichkeit vorzustellen. Erinnert wurde an den ehemaligen Ortsvorsteher Otto Schaper, der seinerzeit die Partnerschaften ins Rollen gebracht hatte. Neben den zahlreichen Bürgern waren auch Fahnenabordnungen von den Freiwilligen Feuerwehren von Müden und Poitzen sowie der Kyffhäuser Kameradschaft und dem Gesangverein gekommen, um dieser Enthüllung beizuwohnen. Die musikalische Begleitung sorgten die Bläser vom Hegering Hermannsburg-Müden. Der Abend wurde mit einer Fete im Festzelt und der Cover-Live-Band „Deep Passion“ beendet.



Dorfwette des Ortsvorstehers Volker Nickel.


Beim Pfingstbaumpflanzen war der Ortsvorsteher von Müden Volker Nickel eine Dorfwette eingegangen und hatte gewettet: „Ich wette, dass ihr alle es nicht schafft, am Heidesee das Logo ,Müden 2022‘ mit Menschen abzubilden!“ Stellvertretend für die Dorfgemeinschaft und die umliegenden Ortschaften nahm Norbert Koch die Wette an. „Wenn wir gewinnen und das werden wir, dann wirst du, Volker, singend im Bienenkostüm über den Müdener Markt 2022 gehen und Geld für einen guten Zweck sammeln“.


Viele Menschen wurden gesucht, die an diesem Spektakel mitmachen wollten und es wurde gemunkelt, es sollten am Sonntagnachmittag glatt 1000 gewesen sein, denn die Wette stand im Jubiläumsjahr unter dem Zeichen „1000 Jahre Müden“. Dass hat aber leider nicht geklappt und so freuen sich die Besucher des Müdener Markts Mitte August auf eine lustige Biene, die noch mit manchen guten Ideen auf dem Laurentiusmarkt unterwegs ist, um für einen guten Zweck zu sammeln. Tatsächlich waren mehrere Hundert Menschen am Heidesee versammelt und haben das Logo „Müden 2022“ gebildet. Den Morgen gestaltete der Posaunenchor mit einem Frühkonzert und nach einem ökumenischen Gottesdienst am Heidesee und den Pastoren aus Müden sowie dem anschließenden Frühschoppen mit der „Traditional Old Merry Tale Jazzband“ endete der Sonntag bei Kaffee und Kuchen im Festzelt.



Feierliche Enthüllung des Erinnerungssteins 1000 Jahre Müden mit Bürgermeisterin Kerstin Speder (von links) und Ortsvorsteher Volker Nickel sowie den Fahnenabordnungen. Foto: Hans Mehles


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