Fachhochschule startet ins Sommersemester


Neu an der FIT: Professorin Dr. Katharina Kleine Vennekate

HERMANNSBURG. In einem Gottesdienst mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der FIT sowie Gästen eröffnete Rektor Professor Dr. Wilhelm Richebächer an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) das Sommersemester 2022. Der Gottesdienst gab Gelegenheit, die neue Professorin Dr. Katharina Kleine Vennekate der Hochschulgemeinschaft vorzustellen und herzlich willkommen zu heißen. Zusammen mit der neuen Kollegin besteht das Dozententeam der FIT im Sommersemester 2022 aus sechs ProfessorInnen und drei Lehrbeauftragten.


Die 60-jährige, politisch aktive Theologin und Sozialpädagogin aus Lemgo hat mit Beginn des Sommersemesters an der FIT den Lehrstuhl für „Praktische Theologie mit einem Fokus auf Diakonie in interkultureller Perspektive“ übernommen. Die Arbeitsfelder, in der Kleine Vennekate tätig, war, sind sehr vielfältig. Unterrichtserfahrungen sammelte sie in Schulen, als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Internationalen Diakoniemasterstudiengang. Zuletzt arbeitete sie als Hochschulpfarrerin und als Beraterin für traumatisierte Menschen im Beratungszentrum der Lippischen Landeskirche.


In ihrer Predigt griff Kleine Vennekate ihre Erfahrungen aus der Beratungsarbeit auf und fragte, wie die biblische Botschaft traumatisierten Menschen Hoffnung und Trost geben kann. Sie bezog sich auf die Osterbotschaft und trug die Geschichte des zweifelnden Thomas (Johannes 20) vor. Die noch sichtbaren Wunden an den Händen des auferstandenen Jesus zeigen – so Kleine Vennekate - deutlich auf, dass Schmerz und Gewalt Heilung in der Auferstehung finden. „Diese Osterbotschaft gibt uns und besonders allen unter Gewalt und Tod leidenden Menschen in der Ukraine und in all den anderen Ländern, in denen Krieg herrscht, so viel Hoffnung“, betonte sie. Auf diese hoffnungsspendende Botschaft der Auferstehung, an die Christen, Juden und Muslime glauben, stütze sie ihre Beratungsgespräche mit traumatisierten Menschen.


Auch die Predigt von Rektor Richebächer stand unter dem Eindruck des schockierenden Krieges in der Ukraine und den Ängsten, Leiden und Verlusten gerade auch unter der dortigen Zivilbevölkerung. Er warnte mit Sorge vor der sich hierdurch aufbauenden Spirale von Hass, Gegenhass, Misstrauen, Vorverurteilungen und Aufrüstung. In einem Klima, das in großen Teilen der Welt von Misstrauen gegenüber bzw. Unterdrückung von Andersdenkenden oder Andersglaubenden geprägt sei, sei die elementar friedensstiftende und friedensvorbereitende Arbeit, wie sie von den bisherigen und zukünftigen Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Interkulturellen Theologie geleistet werden kann, so notwendig und lebenswichtig wie nie zuvor, so Richebächer. „Es braucht Menschen, die Andersdenkende nicht diskriminieren, sondern – voneinander lernend und sich gegenseitig bereichernd - zuallererst andere Ansichten und Traditionen respektieren. Es müssen Wege für eine weltweite Ordnung des Diskurses und des politischen Managements gesucht werden.“ Er rief die Hochschulgemeinschaft dazu auf, die bis zur Schließung der FIT verbleibenden 3 Jahre dazu zu nutzen, sich auf den Glauben und die christliche Schöpfung zu besinnen wie auch Wissen zu erwerben und sich darüber offen auszutauschen. Genauso wichtig sei aber, das Campus-Leben und die Gemeinschaft durch gemeinsame Aktivitäten und Gespräche zu pflegen. Text: Dorothea Müller

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