Erstes Rentierbaby im Wildpark Müden geboren: Heartbreaker stiehlt Herzen
- Sheenara Wiebke
- vor 7 Stunden
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MÜDEN/ÖRTZE. Lange, tapsige Beine, weißes Flauschefell und ein umgedrehtes braunes Herz auf der Nase: Rentierjungtier Heartbreaker ist ein richtiger Hingucker. Seit zirka einer Woche tollt er nun schon durch das Gehege im Wildpark Müden. Seiner Mama Snow weicht er kaum von der Seite – es sei denn, der kleine italienische Kleintransporter namens Luigi fährt vor. Denn das bedeutet: Die nächste Fütterung steht bevor.
Tierischer Nachwuchs im Wildpark Müden
Seit fünf Jahren leben im Wildpark Müden auch Rentiere, doch Nachwuchs gibt es nun zum ersten Mal. Planen könne man sowas nicht, erklärt Geschäftsführer Thomas Wamser. Bereits in den vergangenen Jahren sei es zwischen den Tieren immer wieder zu Paarungsversuchen gekommen – vergeblich. Eine Trächtigkeit ließe sich auch nicht immer sofort feststellen, so der Wildpark-Chef weiter. Rentieren wie auch vielen anderen Wildtieren sehe man es kaum bis gar nicht an, wenn sie trächtig sind. Dass das weiße Rentierweibchen Snow guter Hoffnung ist, ahnte das Team vom Wildpark Müden jedoch bereits vor einigen Wochen.

Der Zeitraum der Geburt ist leicht bestimmt: Rentierkälber werden immer im Mai oder Juni geboren.
Kälbchen Heartbreaker kam ganz unbemerkt über Nacht zur Welt. "Wir gehen von einem reibungslosen Ablauf aus", sagt Thomas Wamser. Bei der Morgenrunde durch den Wildpark war das Jungtier plötzlich da.
Heartbreaker wird mit der Flasche aufgezogen
Seinen Namen verdankt Heartbreaker übrigens dem Fleck auf seiner Nase, der an ein umgedrehtes Herz erinnert. Aber auch sonst ist das Junge ein wahrer Herzensbrecher – zum Beispiel, wenn er von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wildparks Müden mit der Flasche gefüttert wird. Fünf- bis sechsmal am Tag bekommt Heartbreaker seine Milch. Gute Chancen für Besucher also, sich das Herz vom jüngsten Bewohner des Wildparks stehlen zu lassen.














