Ende der Behelfsbrücke in Sicht? Neubau in Wolthausen könnte 2026 starten
- Stefan Kübler
- vor 34 Minuten
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WOLTHAUSEN. In die Erneuerung der Wolthausener Örztebrücke kommt voraussichtlich noch in diesem Jahr Bewegung. Vor gut sieben Jahren waren Schäden an der alten Brücke festgestellt und diese dann halbseitig gesperrt worden. Seit Oktober 2021 wird der Autoverkehr im Schneckentempo über eine provisorische Behelfsbrücke über die Örtze geführt. Damit soll in absehbarer Zeit Schluss sein. Laut zuständiger Verkehrsbehörde könnte mit dem Bau einer neuen Brücke noch in diesem Jahr begonnen werden.
Nach Möglichkeit auf Planverfahren verzichten
„Aktuell wird der Feststellungsentwurf aufgestellt“, teilt Sheila Schönbeck von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden gegenüber CelleHeute mit. „Im Anschluss soll mit allen betroffenen Fachbehörden und Privaten ein Einvernehmen hergestellt werden, um Planverzicht zu erwirken.“ Soll heißen: Mit allen Beteiligten soll eine Einigung erzielt werden, damit auf ein förmliches und langwieriges Planverfahren verzichtet werden kann.
„Ein Baubeginn zum Ende dieses Jahres ist nach wie vor möglich.“
Bereits vor zwei Jahren war ein Baubeginn für 2026 und eine Fertigstellung für 2028 in Aussicht gestellt worden. „Der Zeitplan bleibt erstmal so. Ein Baubeginn zum Ende dieses Jahres ist nach wie vor möglich“, so Sheila Schönbeck weiter. Sollte ein Planfeststellungsverfahren nötig sein, würde sich das jedoch verzögern. Ob sich das auf die Baukosten auswirkt, ist noch unklar. Zuletzt war mit Gesamtkosten von 7,7 Millionen Euro gerechnet worden.
Behelfsbrücke wird mietfrei zur Verfügung gestellt
Beim Unterhalt für die Behelfsbrücke kommt die Behörde dagegen recht günstig davon. Nach eigenen Angaben bekomme sie das Bauwerk mietfrei von der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt. Lediglich für Wartungsarbeiten seien in den vergangenen Jahren rund 12.500 Euro angefallen. Für die Reparaturen von Unfallschäden seien zusätzlich 21.600 Euro fällig geworden, die jedoch von der Versicherung des Verursachers übernommen worden seien.
Aktuelle Lösung erfordert Mehraufwand im Winter
Ein weiterer Kostenfaktor entsteht offenbar bei kaltem Winterwetter. „Da es sich um eine Stahlbrücke mit einer Fahrbahnplatte aus Stahl handelt, ist diese sehr empfindlich, was tiefe Temperaturen angeht“, erläutert Sheila Schönbeck. Das bedeute, dass die Brücke bereits vereist sei, während „normale“ Straßenbereiche noch nicht glatt seien. Dies erfordere eine höhere Aufmerksamkeit durch die Straßenmeisterei Celle. „Dieser Mehraufwand lässt sich nicht in Zahlen benennen.“
Neue Brücke in Wolthausen nicht vor 2028
Wann auch immer es losgeht - Die neue Brücke soll breiter und höher werden, um modernen Anforderungen an Straßenverkehr, Hochwasserschutz und Naturschutz gerecht zu werden. Sollte sie 2028 wirklich fertig sein, dann wären seit der halbseitigen Stilllegung der alten Brücke neun Jahre vergangen.













