Abenhausen, Nigge und ein roter Sessel: So ist der Stand bei den Celler OB-Kandidaten
- Stefan Kübler
- vor 3 Stunden
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CELLE. Ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl zeichnet sich ein übersichtliches Kandidierendenfeld für das Amt des Celler Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin ab. Bisher haben sich CDU-Amtsinhaber Jörg Nigge und Grünenpolitikerin Karin Abenhausen, die auch von der Celler SPD unterstützt wird, für die Wahl am 13. September 2026 in Stellung gebracht. Die Linken haben zumindest eine besondere Aktion angekündigt. Wie sieht es bei den übrigen Parteien aus? Kommen noch weitere Personen ins Spiel? Wir haben uns umgehört.
Amtsinhaber Nigge will weitermachen
Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge hat schon frühzeitig klargemacht, dass er weitermachen will. Bereits im Oktober 2025 wurde die erneute Kandidatur des Amtsinhabers bekanntgegeben. Im Januar hat die CDU ihn offiziell zum Kandidaten gewählt. Jörg Nigge möchte in einer zweiten Amtszeit gerne weitere Entwicklungssprünge angehen, beispielsweise in den Bereichen Digitalisierung, sozialer Wohnungsbau und Senioren. „Die zehn Jahre haben gar nicht gereicht“, sagt er.
„Wir alle sind Celle.“
SPD und Grüne in Celle haben kürzlich Karin Abenhausen als gemeinsame Kandidatin für die OB-Wahl präsentiert. Die Grünen-Ratsfrau und Ortsbürgermeisterin von Klein Hehlen wird als Einzelkandidatin antreten, um diese parteiübergreifende Kandidatur zu ermöglichen. Dafür muss sie jedoch 200 Unterschriften zur Unterstützung sammeln. Karin Abenhausen möchte Menschen zusammenbringen und Verantwortung für die Stadt übernehmen. „Wir alle sind Celle und das soll künftig stärker in der Stadt gelebt werden“, sagt sie.
Linke gehen mit rotem Sessel auf Reisen
Die Celler Linken haben sich eine ungewöhnliche Beteiligungskampagne zur OB-Wahl ausgedacht. Im Mittelpunkt der Aktion sollen weder ein eigener Kandidat noch klassische Wahlversprechen stehen – sondern ein roter Sessel. Das plüschige Möbelstück soll nach den Osterferien durch Celles Stadtteile reisen. Wer möchte, kann Platz nehmen und die zentrale Frage „Was würdest du als Erstes ändern, wenn du Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister wärst?“ beantworten. Termine und Orte sollen demnächst bekanntgegeben werden.

Suche per Stellenanzeige ohne Erfolg
Weitere Kandidaturen oder Aktionen von anderen Celler Parteien sind bisher nicht bekannt. Im Herbst 2025 hatten sich Linke, Die Partei, die Wählergemeinschaft Celle, Volt und Zukunft Celle zusammengetan und einen OB-Kandidaten per Stellenanzeige gesucht. Laut Kai Peters, Geschäftsführer der Stadtratsfraktion WG/Die Partei, hätten sich zehn Personen beworben. Die meisten hätten selbst wieder abgesagt, die Übrigen kamen für eine Kandidatur nicht in Frage. Dennoch: „Es war richtig, diesen Weg zu versuchen“, sagt Kai Peters.
Die Unabhängigen Bürger für Celle teilten mit, dass sie zur Oberbürgermeisterwahl in diesem Jahr keinen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen werden. Von der FDP hieß es, es habe Überlegungen gegeben, gemeinsam mit Zukunft Celle einen Kandidaten zu suchen, was dann aber wieder verworfen wurde. Von der AfD war bis Mittwochnachmittag keine Antwort auf die Anfrage von CelleHeute eingegangen.














