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Das Massaker von Oradour und die Deutschen: Buchvorstellung in der Vhs

  • Extern
  • vor 16 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
Blume
Symbolbild: WIX

CELLE. In ihrer Studie „Oradour und die Deutschen“ untersucht die Historikerin Dr. Andrea Erkenbrecher, wie man in Deutschland ab 1949 mit dem Massaker von Oradour umging. 1944 tötete die Waffen-SS nahezu 650 Menschen im französischen Dorf Oradour und brannte den Ort auf die Grundmauern nieder.


Die Ruinen Oradours wurden unter Denkmalschutz gestellt und in Frankreich zu dem Symbol für das Leiden unter der deutschen Besatzung. Wie verhielten sich Politik, Justiz und Zivilgesellschaft in West-, Ost- und wiedervereinigtem Deutschland zu diesem Verbrechen? Wurden die Täter strafrechtlich verfolgt, erhielten die Opfer und Hinterbliebenen Entschädigungszahlungen, welche Rolle spielte der deutsche Oradour-Revisionismus und welche Möglichkeiten und Grenzen gab es auf der Suche nach Versöhnung?

 

Die Autorin studierte Geschichte und Sozialpsychologie in München und Bordeaux. Als freiberufliche Historikerin und Kuratorin begleitete sie zahlreiche Projekte zum Thema Oradour, darunter Dokumentarfilme, politisch-dokumentarisches Theater und die neue Dauerausstellung des Centre de la mémoire d’Oradour, konzipierte und leitete Formate der historisch-politischen Bildung und arbeitete als Sachverständige für die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Zentralstelle Ludwigsburg.


Seit 2024 leitet sie den Bereich Gesellschaftspolitische Bildung am Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg. 2023 veröffentlichte sie ihr Buch „Oradour und die Deutschen. Geschichtsrevisionismus, strafrechtliche Verfolgung, Entschädigungszahlungen und Versöhnungsgesten ab 1949“ im Verlag De Gruyter. Weitere Informationen zur Person: www.historyandbeyond.de


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VHS Celle statt.



Text: Gedenkstätte

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