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Das KAV gastiert mit „Sonne, jetzt!“ im Schlosstheater


KAV, Sonne, jetzt, Literarisches Café, Schlosstheater
Fotos: Peter Müller

CELLE. Vom Namen her passt es, Adel residiert nun mal im Schloss. Aber dieses dürfte bei der Entscheidung des Intendanten Andreas Döring, dem Kaiserin Auguste Viktoria Gymnasium (KAV) das Schlosstheater für eine Schulaufführung zu überlassen, keine Rolle gespielt haben. Nach dem Zirkuszelt im vergangenen Jahr nun also die Hauptbühne fürs „Literarische Café“, einer mittlerweile schon traditionsreichen interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft, an die sich mancher Ehemalige und manche Ehemalige offenbar gerne zurückerinnert, wie einzelne Vertreter dieser Gruppe im Publikum belegten.


Das gesamte Schlosstheater stand am Sonntagvormittag sozusagen unter dem Zeichen des KAV, Lehrer, Klassenkameraden, Eltern, Großeltern, Geschwister von Schülern und Schülerinnen des alteingesessenen Gymnasiums fanden sich ein, um „Sonne, jetzt!“ anzusehen. Revueartig und ein wenig collagenhaft mutet die Mischung aus selbst verfassten und literarischen Texten und Gedichten, kleinen Sketchen und Musik rund um das Thema Sonne an. Kein Moderator führt durch das recht lange, von einer Pause unterbrochene Programm, ein Act jagt den nächsten. Mal ernst, mal lustig zeigen die ambitionierten Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen 10 bis 13, was sie schauspielerisch, musikalisch und dichterisch zu bieten haben.


Doch am Ergebnis, also dem in langen Proben, mit viel Herzblut einstudierten und nun zur Aufführung gebrachten Stück, lässt sich die Bedeutung einer solchen Arbeitsgemeinschaft nicht messen. Es tritt zurück hinter das, was sich im Vorbereitungsprozess hinter den Kulissen abgespielt hat: Die Berührung mit Literatur in einem anderen Rahmen als dem Deutschunterricht, die Erfahrung, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen, sich auszuprobieren in Bereichen, die der Lehrplan nicht vorsieht, sind es, die diese Form von Lehren und Lernen so wertvoll machen und dafür sorgen, dass man sich mit seiner Schule identifiziert weit über die aktive Zeit hinaus.


Offenbar haben Matthias Lennartz und Rudolf Markfort als langjährige Leiter in diesem Sinne gute Arbeit geleistet. Die 24-köpfige Truppe wirkte hochmotiviert und legte mitreißende Spielfreude an den Tag.




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