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Celle: Stuttgarter Kammerorchester spielt am 17. Januar im Schlosstheater


Foto: Wolfgang Schmidt

CELLE. Am Mittwoch, dem 17.01.2023 um 20 Uhr findet das 4. Kammermusikring Konzert der Spielzeit 23/24 im Schlosstheater Celle statt. Das Stuttgarter Kammerorchester (SKO), 1945 von Karl Münchinger ins Leben gerufen, entwickelte seit seinen Anfängen eine unverwechselbare Klangkultur und wurde damit zu einem Vorbild für viele weitere Ensemblegründungen.


Unter Dennis Russell Davies, dem Ehrendirigenten des SKO, öffnete sich das Orchester gezielt auch für die Musik der Gegenwart. Mit seinem Nachfolger Michael Hofstetter entwickelte der Klangkörper weitere Kompetenz auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis. Heute, mehr als 75 Jahre nach seiner Gründung, sieht sich das SKO als kulturelle Instanz in einer Doppelrolle. Gemeinsam mit Chefdirigent Thomas Zehetmair, Jörg Widmann als Künstlerischem Partner und Markus Korselt als Geschäftsführendem und Künstlerischem Intendanten folgen die Musikerinnen und Musiker der Vision, die Tradition zu bewahren und gleichzeitig klangliche und programmatische Maßstäbe für die Zukunft zu setzen.


Ein reiches, die Jahrhunderte überspannendes Repertoire vom Barock bis hin zu Kompositionsaufträgen umschließt auch selbstbewusste Genreüberschreitungen mit Jazz und elektronischer Musik in aufregenden Formaten und Projekten nah am Publikum. Diese Bandbreite macht das SKO es zu einem der versiertesten Klangkörper seiner Art. Mit Stuttgart und seiner Heimatregion ist das Orchester durch Konzerte, Kooperationen und Projekte eng verbunden und begeistert als musikalischer Botschafter auf Tourneen und Gastspielreisen das Publikum auf der ganzen Welt. Seine umfassende Diskografie zeugt mit hochkarätigen Solisten und handverlesenen Programmen vom Rang des Ensembles.


Das Orchester präsentiert sich sowohl als „SKO pur” in seiner Stammbesetzung mit 17 Streichern als auch in sinfonischer Besetzung. In der Spielzeit 2023 stehen Gastspiele in ganz Deutschland, Europa und China auf dem Konzertplan. Dabei sind erstklassige Künstler:innen wie Pierre-Laurent Aimard, Sunhae Im, Alexander Melnikov, Midori Seiler und Lera Auerbach als Gäste mit dem SKO auf der Bühne zu erleben. Thomas Zehetmair als Chefdirigent und Jörg Widmann als Künstlerischer Partner geben dem Stuttgarter Kammerorchester als musikalisches Führungsduo neue Impulse bei der Interpretation des breitgefächerten Repertoires vom Barock bis zum 21. Jahrhundert und treten auch als Solisten in Erscheinung.


In den „Sternstunden“, der eigenen Konzertreihe des SKO, werden lustvoll Genregrenzen überschritten und programmatische Experimente gewagt. So bringt 2023 eine wilde musikalische Liaison von „Iron Maiden in love with Vivaldi“, der australische Tastenkünstler Anthony Romaniuk feiert mit dem SKO eine ungarische Geburtstagsparty für Ligeti zum 100., bei „Moonlight on Mars“ begegnen sich Bowie, Pärt und Beethoven, der Percussionist Johannes Fischer spielt höchst „Tanzbar!“ mitreißende Musik von Purcell samt Elektronik und der Geiger Benjamin Schmid, zuhause in Jazz und Klassik, spürt dem „Austrian Groove“ nach auf einem Ausflug in Österreichs kreative Jazz-Szene.


Auf dem sich ständig wandelnden Gebiet der Digitalisierung entdeckt das Stuttgarter Kammerorchester immer neue kreative Felder. Seit 2018 entstehen hier innovative Projekte mit Virtual und Augmented Reality, Künstlicher Intelligenz und Hologramm-Konzerten, die das klassische Fundament des Klangkörpers erweitern und dem Publikum neue künstlerische Erfahrungen bieten.


Dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit folgend, wurde das SKO 2022 das erste klimaneutrale Orchester Deutschlands und stellt sich der Verantwortung, diesen Standard auch in Zukunft zu halten. Zeitgleich erfolgte die ebenfalls deutschlandweit erstmalige Umstellung von Papiernoten auf Tablets. Mit seinem Musikvermittlungsprogramm „SKOhr-Labor” entwickelt das Stuttgarter Kammerorchester seit 2015 partizipative Formate für Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Herkunft. Durch maßgeschneiderte Projekte übernimmt das SKO soziale Verantwortung und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Musikkultur der nachfolgenden Generationen. Beispielsweise wurde 2022 eine „RAPsody“ mit jugendlichen Straftätern der JVA Adelsheim entwickelt, wofür das SKO mit dem Preis „The Power of the Arts“ ausgezeichnet wurde.


Text: Lucas Rosenbaum

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