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Celle: Anwohner des Berkefeldwegs in Sorge wegen Verkehrsbelastung


CELLE. Die Anwohnerinnen und Anwohner des Berkefeldwegs sind in Sorge: Sollte die Stadt Celle ihre Planungen zur Ostumgehung wie geplant umsetzen, würde ihre Straße als Hauptstraße deklariert werden. Dies würde mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs einhergehen.


Die Anwohner machen am heutigen Freitag, 4. August, mit einer Plakatier-Aktion auf das Problem aufmerksam. In einem Statement schreiben die Anwohner: "Die Anliegerinnen und Anlieger des Berkefeldwegs kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Planungsunterlagen zur Ortsumgehung sagen eine Verdreizehnfachung – das sind 1300% - der aktuellen Verkehrsmenge vor ihrer Haustüre voraus.


Der Ortsrat Hehlentor hat zum Berkefeldweg eine Anliegerversammlung beschlossen. Grünen und SPD haben dies mit vier Stimmen gegen drei Stimmen von CDU und FDP am 1. März 2023 durchgesetzt. Nach Aussagen der Stadtbaurätin soll der Antrag in diesem Format jedoch nicht umgesetzt werden – man hat andere Pläne. Daher sehen sich die Menschen vom Berkefeldweg gezwungen über die Presse mehr Transparenz und Teilhabe bei Verwaltung und Politik einzufordern.


Denn die Stadtverwaltung möchte ab September mit sogenanntem alternierenden Parken erste Fakten schaffen. Anliegerinnen und Anlieger laden daher den Oberbürgermeister, Verkehrsexperten der Stadtverwaltung sowie den gesamten Ortsrat ein, sich mit Betroffenen auszutauschen und das Vorhaben vorzustellen.


Da die Zeit drängt, wird für Freitag den 11. August zwischen 15 und 18 Uhr an den Berkefeldweg eingeladen. Daran anschließend ist ein weiterer Aktionstermin noch vor Beginn der Bauarbeiten geplant. Alternierendes Parken soll nach Planungsvorgaben aufgemalt werden. Dann können Lieferverkehr, Gelenkbus und Rettungsfahrzeuge den verfügbaren Raum rund um die alternierenden Parkplatzflächen ausprobieren.


Rückblick


Laut Unterlagen für den Bau des Nordteils der Ortsumgehung (OU) liegt die aktuelle Verkehrsbelastung am Berkefeldweg bei 200 Kfz am Tag. Mehreren Familien, die Grundstücke in den letzten 10 bis 15 Jahren erworben haben, waren mit der Stadt Celle in Kontakt zum Thema Verkehrslast. Dort wurde ihnen aufgezeigt, dass der Verkehr etwas zunehmen wird.


Dabei gebe es einen klaren Fokus auf den direkten Austausch des Quartiers mit dem benachbarten Ortsteil Altenhagen. Ausdrücklich solle kein überregionaler Verkehr ab- oder zufließen. Es gehe hauptsächlich um landwirtschaftlichen Verkehr. Eventuell werde auch die Buslinie über den Berkefeldweg geführt, da die Wittinger Straße unterbrochen werde.


Auf einer Veranstaltung der Initiative „Ostumgehung Celle jetzt“ am 24.10.2019 bestätigte die Ortsbürgermeisterin des Hehlentors, dass ihr dieselben Zusagen seitens der Planenden gemacht wurden. Daher forderte sie spontan im Rahmen der Veranstaltung „notfalls mit einem Poller diese unzumutbare Belastung der Anwohner“ zu unterbinden.


Ausblick


Die Planungsunterlagen zum Nordteil der Ostumgehung aus März 2015 prognostizieren für den Berkefeldweg eine Zunahme von jetzt 200 Kfz auf 2.600 Kfz am Tag im Jahr 2030 [Anlagen 3 Blätter 2 & 4]. In Anlage 3 Blatt 1 wird zudem der Berkefeldweg als innerörtliche Hauptverkehrsstraße neu spezifiziert.

Dies soll laut der Verkehrsplanern der Stadt Celle ohne jeglichen Parkraumverlust mit sogenanntem alternierenden Parken umgesetzt werden. Auf Anfragen der Betroffenen erkennt die Stadtverwaltung weiterhin keinen Gesprächsbedarf. Die Anwohnerinnen und Anwohner sind entsetzt über dieses Vorgehen!


Hauptstraße oder Wohnstraße?


Die Wittinger Straße ist als Hauptstraße dimensioniert. Selbst bei einer Breite von 7,1 Meter können heutige Autos nicht mehr sicher abgestellt werden. Erst letzte Woche wurden erneut Unfallschäden durch die Polizei aufgenommen. Dort soll das Parken demnächst unterbunden werden. Zugleich soll der Berkefeldweg mit nur 5,5 Meter Fahrbahnbreite zur Hauptstraße mit Parkbereichen werden.

Menschen vor Ort fragen sich, wie das zusammenpasst? Und warum eine 6 Meter breite Unterführung der Wittinger Straße unter der OU nur zu Fuß oder auf dem Fahrrad genutzt werden soll?


Nächste Schritte


Diese und weitere Punkte wollen Anliegerinnen und Anlieger mit Verantwortlichen lösungsorientiert erörtern. Denn echte Teilhabe und transparentes Miteinander bereichern unseren Umgang miteinander. Intransparenz und Ungewissheit schaffen Angst und Verdrossenheit. Völlig inakzeptabel ist eine Veränderung mit unzumutbaren Belastungen einer kleinen Gruppe – wie z.B. den Menschen am Berkefeldweg.


Darum lasst uns miteinander reden: Freitag den 11. August zwischen 15 und 18 Uhr am Berkefeldweg."


Text: Andreas Lechner | Andreas Herkenrath | Moritz Dehn | Susanne Wohld


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