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Beratung und neue App für Brustkrebsbetroffene

Foto: Fritz Gleiß


CELLE. Seit Jahrzehnten ist der „goldene Oktober“ auch in Deutschland der Monat mit der Farbe Rosa, zum jährlichen „Brustkrebsmonat Oktober“ ernannt. Aktionen, Veranstaltungen und Medienbeiträge vieler Initiatoren wollen in dieser Zeit besonders die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein rücken. Zurück gehe dies auf eine Initiative der American Cancer Society aus dem Jahr 1985. Seither sei eine wachsende Beachtung des Themas in vielen Ländern zu beobachten, berichtet Fritz Gleiß vom Onkologischen Forum.

Kennzeichen von Selbsthilfeprojekten und Einrichtungen, die sich tiefgehend mit dem Thema Brustkrebs auseinandersetzen, sei eine rosa Schleife. Auch in Deutschland sei die rosa Schleife in Foren und Einrichtungen zum Symbol für diese Erkrankung geworden. Brustkrebs sei die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Laut dem Robert-Koch-Institut erkranken jedes Jahr in Deutschland etwa 70.000 Frauen, aber auch etwa 770 Männer an Brustkrebs. Hinzu kommen noch etwa 6.000 Vor- oder Frühformen von Brustkrebs, so genannte "in situ"-Tumore. Dies klingt erschreckend. Jedoch verzeichnet das Krebsregister inzwischen auch eine 5-Jahresüberlebenszeit von 88%, die 10- Jahresüberlebenszeit liegt aktuell bei 83%.

"Das klingt nach einem großen Erfolg, der intensiver Forschung, zunehmender Prävention und immer individuellerer Therapiezuschnitte zu verdanken ist. Auch die Krebsberatungsstelle des Onkologischen Forums Celle leistet hier seit Jahren einen aktiven Beitrag. Jährlich nutzen hier über 500 KrebspatientInnen, davon etwa 220 Frauen mit einer Brustkrebsdiagnose, eine psychoonkologische Begleitung. Untersuchungsergebnisse zeigen deutlich, wie positiv der Einfluss der Psychoonkologie als begleitende Methode in der Krebstherapie auf die Verträglichkeit von Therapien wirkt und sogar die Überlebenszeit positiv beeinflussen kann", so Gleiß.

"Im Onkologischen Forum stehen den Betroffenen aus Celle und dem Landkreis vier speziell ausgebildete PsychoonkologInnen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Sie helfen dabei, mit psychischen Belastungen durch die Erkrankung besser umzugehen und eigene Lösungswege im Umgang mit der Diagnose zu finden. Ebenso können Fragen zur präventiven- integrativen Onkologie geklärt werden, was Nebenwirkungen der Therapie lindern kann oder auch die Selbstwirksamkeit vor einem Rückfall stärkt. Verschiedene Selbsthilfe-Angebote wie Kunsttherapie, Walken, Achtsamkeitstraining sowie Gesprächsgruppen geben den Betroffenen sehr gute ergänzende Möglichkeiten, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen", so Gleiß weiter und führt fort:


"BrustkrebspatientInnen, die doch noch Scheu vor dem Begriff der Psychoonkologie und vielleicht auch die unnötige Sorge vor einer automatisch gestellten psychischen Diagnose haben, geben die Fachkräfte aus dem Onkoforum die Empfehlung: Laden Sie sich die neue PINK-APP herunter Ein Coach bei Brustkrebs auf Rezept! Die App hilft dabei, die Krankheit besser zu verstehen und bietet umfangreiche Unterstützung während der Therapie und in der Nachsorge. Mit einem individuellen Coaching werden Sie motiviert und angeleitet. Wichtig ist und bleibt: Werden Sie aktiv! „Richte deinen Fokus auf die Lösung, nicht auf das Problem.“ (Mahatma Gandhi)."



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